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Idyllisches Fliesslabyrinth
Diesen und weitere Artikel
finden Sie im Magazin Seenland
|| Aliki Nassoufis
Der Spreewald reizt mit seinen verschlungenen Wasserpfaden und der urwüchsigen Natur zu Erkundungen
Die Eschenholzstange schwingt kurz durch die Luft und verschwindet sofort wieder im Wasser. Der Kahnführer stemmt sich gegen dieses vier Meter lange, sogenannte Rudel – und der Holzkahn treibt in gemächlichem Tempo weiter durch die schmalen Flussarme. Der Spreewald ist mit seinen rund tausend Kilometer langen Fließen in Südbrandenburg eine der faszinierendsten Naturattraktionen Mitteleuropas.
Die Fischerhütte in Flecken Zechlin ist ein beliebtes Ausugsziel für Naturparkbesucher. Foto: Aliki Nassoufis
Die Fischerhütte in Flecken Zechlin ist ein beliebtes Ausugsziel für Naturparkbesucher. Foto: Aliki Nassoufis
Nur etwa eine halbe Stunde Autofahrt südöstlich von Berlin gelegen, lädt diese von Bäumen und Büschen dicht bewachsene Region zum ausgiebigen Kahnfahren, Paddeln, Radfahren und Spazierengehen ein. Rund zwei Millionen Besucher reisen jährlich in die Idylle aus meterhohen Bäumen, Blumenwiesen, reetgedeckten Dächern und schnatternden Enten, die der stress- und abgasgeplagte Großstädter kaum noch kennt. Als einmalige Kulturlandschaft wurde dieses „grüne Venedig“ im Jahr 1990 daher unter den Schutz eines Biosphärenreservates der Unesco gestellt.
Durch den Pflug entstanden
Der Sage nach haben wir den Spreewald dem Teufel zu verdanken. So sollen Satan höchstpersönlich beim Pfl ügen die Ochsen wild geworden und durchgegangen sein. Beim wilden Hin- und Hergestürme der Tiere entstanden demnach die kleinen Arme der Spree, die Fließe. So originell dieses Bild auch sein mag, es entspricht nicht der Realität. Tatsächlich ist der Spreewald eine Folge der letzten Eiszeit. Damals zog das Schmelzwasser nach Westen ab und schwemmte Sand in das Baruther Urstromtal. Dadurch bildeten sich kleine Erhöhungen, auf denen später Siedlungen entstehen konnten. Außerdem teilte sich die eigentlich mächtige Spree wegen des geringen Gefälles rund um die sandigen Erhöhungen in mehr als 300 Wasserarme, wodurch das für die Region typische Fließlabyrinth entstand.
Heute teilt sich der mehr als 48.000 Hektar große Spreewald bei Lübben in Ober- und Unterspreewald. Während im Süden der etwas kleinere Teil mit noch einsameren Wegen und Fließen punktet, ist der Oberspreewald der größere und bekanntere. Was beide jedoch vereint, sind die vielfältigen Freizeitangebote.

...Den vollständigen Artikel finden Sie in der Ausgabe Seenland Seenplatte 2008

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