Bootstour: 6 Tipps für die perfekte Planung

By |4,9 min read|978 words|Published On: 1. Februar 2022|
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Urlaub auf dem Hausboot ist ein unvergessliches Erlebnis. Sein eigener Kapitän sein, von See zu See schippern, baden, sonnen, spannende Landgänge unternehmen. Damit eine Bootstour jedoch ein voller Erfolg werden, gilt es im Vorfeld, ein wenig Zeit in die Planung zu investieren.

1. Eine Region aussuchen

Der erste Schritt hin zu einer perfekten Bootstour besteht darin, sich grob für eine Reiseregion zu entscheiden. Mecklenburgische Seenplatte? Ruppiner Seenland? Havelland? Oder Barnim? Im Grunde ist jede Gegend schön und gerade, wenn man viel Zeit mitbringt, lassen sich auf einem Trip gleich mehrere erkunden. Nichtsdestotrotz können hier die eigenen Vorlieben und das Erfahrungslevel im Umgang mit Booten leitend sein. Anfänger sollten vielleicht nicht mit der Müritz beginnen, sondern sich auf der Kleinseenplatte mit dem schwimmenden Untersatz vertraut machen. Sind Kinder an Bord oder ist die Crew allgemein auch an Landgängen interessiert, sollte man vorher recherchieren, was sich wo unterwegs entdecken lässt. Reichlich Informationsmaterial finden Sie in unserem Shop.

2. Detaillierter hinschauen: die Routenplanung

Eines vorweg: Einen ausgeklügelten Tourplan kann, muss man sich aber nicht machen. Denn jeder, der schon einmal eine Bootstour in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern gemacht hat, wird wissen, wie verlockend es ist, unterwegs auch mal vom Weg abzukommen und spontan einen besonders schönen Abzweig zu nehmen. Dennoch kann es hilfreich sein, sich im Vorfeld ein paar Gedanken zu machen. Erster Parameter: die Zeit. Wer nicht hetzen möchte, sollte mit vier bis fünf Stunden Fahrzeit pro Tag kalkulieren (ca. 30 bis 40 km). Je nachdem, wie viel Zeit man für die Reise hat, sollten auch eins, zwei Tage eingerechnet werden, an denen man sich gar nicht bewegt, sondern nur an einem schönen Ankerplatz chillt. Zweiter Parameter: der Routenverlauf. Da der Großteil der Seen durch Flüsse und Kanäle miteinander verbunden ist, bieten sich viele Möglichkeiten für Rundtouren. Aber auch Routen, bei denen die Strecke für Hin- und Rückfahrt identisch ist, haben etwas für sich. Denn die Natureindrücke sind je nach Reiserichtung ganz andere. Was ebenfalls zur Planung der Hausbootferien gehören kann: Häfen oder Marinas zum Übernachten recherchieren, sich die Schleusenzeiten anschauen und Öffnungszeiten von Sehenswürdigkeiten notieren.  

3. Welche Reisezeit ist die beste für eine Bootstour?

Ganz klar: Das lässt sich nicht eindeutig beantworten. Der Sommer ist natürlich für all jene Gesetz, die gern ausgiebig an Deck sonnenbaden und in den zahlreichen Seen schwimmen wollen. Der Nachteil: Das wollen viele. Und so ist zwischen Juni und August auf den Gewässern oft so einiges los. Da steht man schon mal länger an Schleusen an oder muss zum Übernachten unter Umständen auf einen anderen Hafen ausweichen. Anders im Frühjahr oder Herbst. Zwischen März und Mai sowie September und Oktober herrscht weitaus weniger Verkehrsaufkommen. Zudem liefert auch der Frühling herrliche Natureindrücke und auch buntgefärbte Wälder am Ufer sind ein Erlebnis. Ist eine Heizung an Bord, sind etwas kühlere Temperaturen kein Problem. Und nichts ist muckeliger, als in der Koje liegend dem prasselnden Regeln zu lauschen. Das jedoch wohl beste Argument: Die Bootsmiete ist außerhalb der Hauptsaison viel günstiger.

4. Die Wahl des passenden Boots

Wer ein Hausboot mieten möchte, sollte sich zunächst fragen, welchen Grad an Ausstattung und Platz die Crew fürs Wohlbefinden braucht. Flöße beispielsweise eigenen sich für all jene, die keinen großen Luxus benötigen, auch mal ihttps://www.magazin-seenland.de/hausboot-mieten/?duration=7&region_id=DE&group=modelm Schlafsack nächtigen und ein paar Tage auf Heizung, voll ausgestattete Pantry und Nasszelle verzichten können. Bungalowboote, klassische Hausboote und Motoryachten bieten dagegen heutzutage alles, um mehrere Wochen komfortabel zu schippern. Ebenfalls nicht unerheblich ist die Frage, wie schnell man während der Bootstour unterwegs sein möchte. Flöße und Bungalowboote sind durch die Pontonkonstruktion in der Regel etwas gemächlicher, Hausboote und Motoryachten dagegen weitaus schnittiger unterwegs. Natürlich spielt hier auch der Geldbeutel eine Rolle. Wie überall gilt: je komfortabler ausgestattet desto teurer.

5. Aufgabenverteilung: Wer macht was an Bord?

Eine Bootstour sind vor allem eines: eine Gemeinschaftsaufgabe. Damit diese zu einem unvergesslichen Erlebnis werden, muss jeder mit anpacken. Dennoch ist es wichtig, dass jeder in bestimmten Situationen weiß, was er zu tun hat. Das gilt vor allem beim Schleusen sowie An- und Ablegen und sollte bereits an Land geklärt werden. Auch wenn nur ein Crewmitglied den Charterschein macht, sollte auch der Rest in der Lage sein, Karten zu lesen, Klampen zu belegen und bestimmte Knoten zu knüpfen (z. B. Palstek, Webleinstek). Zudem sollte bei allen anderen Arbeiten an Bord im Idealfall Arbeitsteilung herrschen. Ob Deck schrubben, unter Deck aufräumen oder Essen zubereiten. Schließlich haben alle Urlaub…

6. Was muss alles mit ins Reisegepäck?

Zunächst sollte beim Bootsvermieter angefragt werden, was bei Übergabe alles an Bord ist. Das heißt, was zum Beispiel zur Grundausstattung der Küchenzeile gehört, ob es Putzutensilien gibt, ob Bettwäsche und Handtücher inklusive sind oder dazugebucht werden können. Auch die benötigte Kleidung und anderes Equipment unterscheiden sich zum Teil von dem, was man für einen Hotelurlaub mitnehmen würde. Zudem sollte man sich schon im Vorfeld ein paar Gedanken zum Thema Essen machen. Eine Einkaufsliste, auf der kleine Snacks für zwischendurch und Zutaten für schnell zubereitete Gerichte stehen, sorgt hier für eine gute Planung. Auch wichtig: Dinge, die für Unterhaltung an Bord sorgen. Dazu gehören Bücher und Musik, sind Kinder Teil der Crew sollten die Lieblingsspiele nicht fehlen.

Fazit:

Eine Bootstour muss gut geplant sein. Denn es ist kein All-inklusive-Urlaub. Doch gerade das ist das Schöne: Man hat alle Freiheiten, seine Reise mit dem Hausboot so zu gestalten, wie man es möchte. Und je besser geplant sie ist, desto entspannter ist man unterwegs.

 

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Bootstour: 6 Tipps für die perfekte Planung
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Urlaub auf dem Hausboot ist ein unvergessliches Erlebnis. Sein eigener Kapitän sein, von See zu See schippern, baden, sonnen, spannende Landgänge unternehmen. Damit eine Bootstour jedoch ein voller Erfolg werden, gilt es im Vorfeld, ein wenig Zeit in die Planung zu investieren.

1. Eine Region aussuchen

Der erste Schritt hin zu einer perfekten Bootstour besteht darin, sich grob für eine Reiseregion zu entscheiden. Mecklenburgische Seenplatte? Ruppiner Seenland? Havelland? Oder Barnim? Im Grunde ist jede Gegend schön und gerade, wenn man viel Zeit mitbringt, lassen sich auf einem Trip gleich mehrere erkunden. Nichtsdestotrotz können hier die eigenen Vorlieben und das Erfahrungslevel im Umgang mit Booten leitend sein. Anfänger sollten vielleicht nicht mit der Müritz beginnen, sondern sich auf der Kleinseenplatte mit dem schwimmenden Untersatz vertraut machen. Sind Kinder an Bord oder ist die Crew allgemein auch an Landgängen interessiert, sollte man vorher recherchieren, was sich wo unterwegs entdecken lässt. Reichlich Informationsmaterial finden Sie in unserem Shop.

2. Detaillierter hinschauen: die Routenplanung

Eines vorweg: Einen ausgeklügelten Tourplan kann, muss man sich aber nicht machen. Denn jeder, der schon einmal eine Bootstour in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern gemacht hat, wird wissen, wie verlockend es ist, unterwegs auch mal vom Weg abzukommen und spontan einen besonders schönen Abzweig zu nehmen. Dennoch kann es hilfreich sein, sich im Vorfeld ein paar Gedanken zu machen. Erster Parameter: die Zeit. Wer nicht hetzen möchte, sollte mit vier bis fünf Stunden Fahrzeit pro Tag kalkulieren (ca. 30 bis 40 km). Je nachdem, wie viel Zeit man für die Reise hat, sollten auch eins, zwei Tage eingerechnet werden, an denen man sich gar nicht bewegt, sondern nur an einem schönen Ankerplatz chillt. Zweiter Parameter: der Routenverlauf. Da der Großteil der Seen durch Flüsse und Kanäle miteinander verbunden ist, bieten sich viele Möglichkeiten für Rundtouren. Aber auch Routen, bei denen die Strecke für Hin- und Rückfahrt identisch ist, haben etwas für sich. Denn die Natureindrücke sind je nach Reiserichtung ganz andere. Was ebenfalls zur Planung der Hausbootferien gehören kann: Häfen oder Marinas zum Übernachten recherchieren, sich die Schleusenzeiten anschauen und Öffnungszeiten von Sehenswürdigkeiten notieren.  

3. Welche Reisezeit ist die beste für eine Bootstour?

Ganz klar: Das lässt sich nicht eindeutig beantworten. Der Sommer ist natürlich für all jene Gesetz, die gern ausgiebig an Deck sonnenbaden und in den zahlreichen Seen schwimmen wollen. Der Nachteil: Das wollen viele. Und so ist zwischen Juni und August auf den Gewässern oft so einiges los. Da steht man schon mal länger an Schleusen an oder muss zum Übernachten unter Umständen auf einen anderen Hafen ausweichen. Anders im Frühjahr oder Herbst. Zwischen März und Mai sowie September und Oktober herrscht weitaus weniger Verkehrsaufkommen. Zudem liefert auch der Frühling herrliche Natureindrücke und auch buntgefärbte Wälder am Ufer sind ein Erlebnis. Ist eine Heizung an Bord, sind etwas kühlere Temperaturen kein Problem. Und nichts ist muckeliger, als in der Koje liegend dem prasselnden Regeln zu lauschen. Das jedoch wohl beste Argument: Die Bootsmiete ist außerhalb der Hauptsaison viel günstiger.

4. Die Wahl des passenden Boots

Wer ein Hausboot mieten möchte, sollte sich zunächst fragen, welchen Grad an Ausstattung und Platz die Crew fürs Wohlbefinden braucht. Flöße beispielsweise eigenen sich für all jene, die keinen großen Luxus benötigen, auch mal ihttps://www.magazin-seenland.de/hausboot-mieten/?duration=7&region_id=DE&group=modelm Schlafsack nächtigen und ein paar Tage auf Heizung, voll ausgestattete Pantry und Nasszelle verzichten können. Bungalowboote, klassische Hausboote und Motoryachten bieten dagegen heutzutage alles, um mehrere Wochen komfortabel zu schippern. Ebenfalls nicht unerheblich ist die Frage, wie schnell man während der Bootstour unterwegs sein möchte. Flöße und Bungalowboote sind durch die Pontonkonstruktion in der Regel etwas gemächlicher, Hausboote und Motoryachten dagegen weitaus schnittiger unterwegs. Natürlich spielt hier auch der Geldbeutel eine Rolle. Wie überall gilt: je komfortabler ausgestattet desto teurer.

5. Aufgabenverteilung: Wer macht was an Bord?

Eine Bootstour sind vor allem eines: eine Gemeinschaftsaufgabe. Damit diese zu einem unvergesslichen Erlebnis werden, muss jeder mit anpacken. Dennoch ist es wichtig, dass jeder in bestimmten Situationen weiß, was er zu tun hat. Das gilt vor allem beim Schleusen sowie An- und Ablegen und sollte bereits an Land geklärt werden. Auch wenn nur ein Crewmitglied den Charterschein macht, sollte auch der Rest in der Lage sein, Karten zu lesen, Klampen zu belegen und bestimmte Knoten zu knüpfen (z. B. Palstek, Webleinstek). Zudem sollte bei allen anderen Arbeiten an Bord im Idealfall Arbeitsteilung herrschen. Ob Deck schrubben, unter Deck aufräumen oder Essen zubereiten. Schließlich haben alle Urlaub…

6. Was muss alles mit ins Reisegepäck?

Zunächst sollte beim Bootsvermieter angefragt werden, was bei Übergabe alles an Bord ist. Das heißt, was zum Beispiel zur Grundausstattung der Küchenzeile gehört, ob es Putzutensilien gibt, ob Bettwäsche und Handtücher inklusive sind oder dazugebucht werden können. Auch die benötigte Kleidung und anderes Equipment unterscheiden sich zum Teil von dem, was man für einen Hotelurlaub mitnehmen würde. Zudem sollte man sich schon im Vorfeld ein paar Gedanken zum Thema Essen machen. Eine Einkaufsliste, auf der kleine Snacks für zwischendurch und Zutaten für schnell zubereitete Gerichte stehen, sorgt hier für eine gute Planung. Auch wichtig: Dinge, die für Unterhaltung an Bord sorgen. Dazu gehören Bücher und Musik, sind Kinder Teil der Crew sollten die Lieblingsspiele nicht fehlen.

Fazit:

Eine Bootstour muss gut geplant sein. Denn es ist kein All-inklusive-Urlaub. Doch gerade das ist das Schöne: Man hat alle Freiheiten, seine Reise mit dem Hausboot so zu gestalten, wie man es möchte. Und je besser geplant sie ist, desto entspannter ist man unterwegs.