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Die besten Surfreviere an der Ostsee

Die besten Surfreviere an der Ostsee

„Als Surfer spürst du deine Verwandtschaft mit der Welt. … Du schmeckst sie sozusagen.“ Was ein waschechter Hawaiianer, die Surflegende Robby Nash, über das Surfen sagt, das treibt heute auch unzählige andere Fans raus aufs Meer.

Die einstige Trendsportart Surfen ist mittlerweile auf der ganzen Welt etabliert und zu einer Community mit Platz für jedes Alter und jeden Ehrgeiz geworden. Wer Lust hat auf Loopings, Manöver und 30bis 45 km/h, der findet an der Ostsee viele schöne Reviere zum Anfangen. Was hier im flachen Wasser und bei verträglichen Wellen erlernt wird, kann später vielleicht auf Riesenwellen im Atlantik oder vor Hawaii zum Einsatz kommen.

Welche Surf-Sportarten werden unterschieden?

Der Surfer und langjährige Verkäufer Lucas vom „Surfhaus Rostock“ kennt die Vielfältigkeit dieses Funsports: „Es gibt viele verschieden Arten, und jeder bevorzugt hier etwas anderes. Mancher surft schnell und geradeaus, der nächste probiert Tricks und Manöver.“ Außerdem natürlich: Wellenreiten nur mit dem Board, Windsurfen (mit Segel), Wakeboarden, wobei man von Boot oder Seilbahn gezogen wird, Skimboarden, das strandnahe Wellen ausnutzt, und schließlich Kitesurfen mit einem großen Schirm. Eine Grundregel sollte aber immer noch lauten: Möglichst nicht alleine aufs Meer, so der Profi, damit immer jemand weiß, wo man ist.

Was sollten Surfanfänger beachten?

Am besten ist es, wenn man sich gleich zu Beginn an eine Surfschule wendet und Anfängerkurse (2 bis 3 Tage) besucht, um die Grundlagen zu lernen. Schaut man sich Techniken nur im Freundeskreis ab, kann es passieren, dass sich auch nach mehreren Jahren Praxis falsche Bewegungsabläufe eingeschlichen haben. Außerdem kann der Surflehrer korrigieren und Tipps zu Stärken und Schwächen geben. Kommt man nach dem Schnupperkurs beim Startpunkt am Strand trotz Abtreibens wieder an, dann ist der erste Schritt getan.

Ausrüstung kaufen oder leihen?

Wer sich erst mal ausprobieren möchte und vielleicht auch noch nicht genau weiß, wie gut die Balance auf dem Wasser ist, für den sind ganz klar gebrauchte Sets zu empfehlen. Hier muss es noch nicht eine nagelneue Ausrüstung sein. Die meisten Surfshops bieten zahlreiche gebrauchte Boards zu fairen Einsteigerpreisen zwischen 200 und 400 Euro an. Wer schon mehr möchte, der ist bei ganzen Einsteiger-Kits für etwa 1.000 bis 1.500 Euro gut aufgehoben. Profis geben für ihre in Design und technischen Details individuelle Ausrüstung später 2.000 Euro und mehr aus. Leihen kann eine echte Alternative sein, zumal Surfschulen mittlerweile „Flatrates“ anbieten, die das ganze Jahr über Equipment zu einem Festpreis verfügen. Verleih pro Tag kann zum Beispiel 20 Euro pro Surfboard und Segel kosten, bei einem Kiteset werden daraus etwa 50 Euro.

Was braucht man fürs Surfen?

Für das Wellenreiten genügen das Surfboard, Wachs und eine Befestigungsleine, beim Windsurfen braucht man, wie der Name schon sagt, etwas mehr: Mindestens Brett, Segel, Mast, Gabel, Mastfuß, Startschot, Trapez, Neoprenanzug, Schuhe und dann natürlich den passenden Wind. Die Kosten hierbei: Board etwa 400 bis 600 Euro, Neoprenanzug 200 bis 400 Euro, Ausrüstung 400 bis 500 Euro. Zunächst genügt ein Segel, Profis haben mehrere in verschiedenen Größen für unterschiedliche Windstärken. Wichtig ist die Abmessung der Boards: größer zu Beginn, später kleiner und damit wendiger.

Wo sind die besten Bedingungen zu finden?

Die meisten Surfer gehen zwischen Mai und Oktober aufs Wasser, manche je nach Wind auch das ganze Jahr. Kurse sollte man allerdings immer zu Beginn der Saison machen, um sich dann auch gleich genug Praxis aneignen zu können. Bei den Revieren gilt für Anfänger: Am besten Binnengewässer – zum Beispiel das Salzhaff Rerik oder Boddengewässer – sogenannte „Stehreviere“, also flache Strände, an denen man im Wasser stehen kann und nicht zum Surfboard schwimmen muss. So kann man immer wieder probieren, egal, wie oft das Brett seine eigenen Wege geht. Günstig für die ersten Tage auf dem Surfbrett ist auflandiger Wind aus Richtung Meer, denn ablandige Böen verursachen zu viele Turbulenzen.

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