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Ein Revier für Genießer

Ein Revier für Genießer

Von Kremmen bis zum Schlosspark Oranienburg

Am nächsten Morgen strahlt die Sonne in voller Pracht vom wolkenlosen Himmel. Am Vormittag ist das Schwimmbad noch ganz leer und wir haben das Gelände für uns. Also wird gebadet und die Kinder tollen auf der Wiese und dem Spielpatz umher. Mittags genießen wir frische Pfifferlinge auf der Holzveranda der Seelodge. Der Blick geht in unberührte Natur. Nun wissen wir, woher die Inspiration kam, gerade hier eine Lodge nach kanadischem Vorbild zu bauen.

Nach Oranienburg sind es noch 17 Kilometer. Der Großteil der Strecke führt auf von Schilf gesäumtem und Bäumen beschattetem Kanal schnurstracks entlang weiter, grüner Wiesen. Je näher wir Oranienburg kommen, umso industrieller werden der Kanal und sein Umfeld. Spätestens mit Einlaufen in den Oranienburger Kanal merken wir, dass wir wieder in der Zivilisation angekommen sind. Das Schilf am Ufer ist Schotter gewichen.
Am Bollwerk Oranienburg befindet sich ein Wasserwanderrastplatz. Der rückwärtige Schlosspark grenzt an das Gelände und die Innenstadt ist in wenigen Minuten erreichbar. Leider sind keine Sanitäranlagen vorhanden. Eine komfortable Alternative ist der auf der anderen Parkseite gelegene Schlosshafen Oranienburg. Wir statten dem Schlosspark einen Besuch ab und fahren danach weiter zur Marina Havelbaude am Havel Kanal. Der Hafen ist beliebt und gut belegt mit Booten. Neben dem kompletten Bootsservice bietet er eine gute Gastronomie mit Biergarten unter knorrigen Kastanien.

Landgang in Berlin

Mit Bus und S-Bahn geht es komfortabel direkt vom Hafen ins Herz der pulsierenden Hauptstadt: Sehenswert, aber auch ein starkes Kontrastprogramm zu den naturverbundenen Tagen auf den Ruppiner Gewässern.

Am nächsten Morgen motoren wir entspannt den Rhin flussaufwärts. Wir genießen jeden der 41 Kilometer. In Wustrau lassen wir den Törn bei einem gediegenen Mahl im vorzüglichen Restaurant des Hotels Seeschlösschen ausklingen. Die Blicke bleiben hängen an der Skulpur auf dem Hafenvorplatz zu Ehren der Seeschlacht von Wustrau. Nein, eine Schlacht haben wir nicht gewonnen, und trotzdem war diese Reise an Bord der Nicols Neustrelitz für uns ein voller Gewinn.

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