Erholung im Seenland

Von |7,5 Minuten Lesezeit|1501 Wörter|Veröffentlicht am: 24. April 2008|

Das Hotel am Grienericksee im Erholungsort Rheinsberg ist barrierefrei.

Wellnessangebote werden immer beliebter. In den staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorten ist die Enspannung garantiert.

Kurorte erhalten den Titel „Kurort“ aufgrund besonderer Eignungen für medizinische Therapien. Dabei müssen natürliche Heilmittel des Bodens, des Wassers oder des Klimas vorhanden sein, die für die Therapien genutzt werden können. Außerdem sind Ärzte und Therapeuten in Kurorten meist auf die Anwendung der Heilmittel spezialisiert, sodass bei Kuraufenthalten meist größere Heilerfolge erzielt werden, als bei Therapien am Wohnort.

Erholungsorte hingegen müssen diese medizinischen Auflagen nicht erfüllen, jedoch werden besondere Anforderungen an Luft- und Klimaeigenschaften gestellt, die der Erholung förderlich sein müssen. Beiden staatlich vergebenen Prädikaten ist gemeinsam, dass sich die jeweiligen Kommunen die Auszeichnung immer wieder neu erarbeiten müssen. Gremien aus Fachleuten der Ministerien, Krankenkassen und Tourismusverbänden überprüfen die Einhaltung der vorgegebenen Qualitätsstandards regelmäßig.

Thermalsole in Bad Wilsnack

Bereits vor mehr als 100 Jahren war Bad Wilsnack aufgrund seiner sauerstoffreichen Luft als Luftkurort für Großstädter aus Berlin und Hamburg beliebt. Zum Kurort entwickelte sich die Stadt durch die Entdeckung der eisenoxidhaltigen Moorerde auf den Karthanewiesen durch einen städtischen Förster. Die erste Moorbäderanstalt entstand 1907 und wurde im Laufe der Jahre mehrfach erweitert. Ob Kuraufenthalt oder Gesundheitsurlaub: In den Bädern werden stets nur natürliche Heilmittel genutzt, eingebunden in modernste medizinische Behandlungen, um Körper und Seele Erholung zu bieten. Schließlich blickt man hier auf eine mehr als 300-jährige Tradition zurück. Mit der Kur- und Gradiertherme wurde Bad Wilsnack Ende 2000 um ein neues Angebot bereichert. Aus einer Tiefe von 1.070 Metern strömt heißes Thermalwasser in die andalusisch anmutende Kristall- Therme. Drei Thermalbecken und ein Thermalaußenbecken mit Salzgehalten zwischen 1,5 und 12 Prozent sowie Temperaturen zwischen 34 und 36 Grad bieten optimale Bedingungen für Gesundheit und Erholung.

Thermalsole in Templin

Im Norden Brandenburgs erwartet beispielsweise das Thermalsoleheilbad Templin seine Kurgäste. Hier wird die Thermalsole aus einer Tiefe von über 1.600 Metern gewonnen und hat dabei einen Salzgehalt von 15 Prozent und eine Temperatur von 57 Grad Celsius. Für die Anwendungen in der Naturtherme Templin wird die Sole auf 32 bis 35 Grad abgekühlt und in Konzentrationen von ein bis sechs Prozent verwendet. Besonders bei Erkrankungen der Atemwege und der Gelenke sind Bäder in der Thermalsole hilfreich. Außerhalb des Wassers bietet Templin ebenfalls pure Erholung. Gleich zwei der schönsten Naturräume Brandenburgs umschließen nämlich Templin: Zum einen der Naturpark Uckermärkische Seen, zum anderen das Biosphärenreservat Schorfheide. Insgesamt 180 Seen, Fließe und Kanäle bieten hier Möglichkeiten zum Baden, Wasserwandern, Segeln oder – wer es gemütlicher mag – Dampferfahren.

Südöstlich Berlins: Bad Saarow

Im Osten Brandenburgs, nur rund 65 Kilometer von Berlin entfernt, liegt Bad Saarow, ein Thermalsole- und Moorheilbad. Hier wird schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts das Moor für gesundheitliche Zwecke verwendet. Heute ist Bad Saarow der erste brandenburgische Kurort mit unbefristeter staatlicher Anerkennung als Thermalsole- und Moorheilbad. Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen werden hier ebenso mit Thermalsole und Moor therapiert, wie Erkrankungen der Wirbelsäule, Gelenke und der inneren Organe. All diese Behandlungen fi nden in der SaarowTherme statt. Die neu erbaute SaarowTherme, in der 34 bis 36 Grad warme Sole mit einem Salzgehalt von drei Prozent verwendet wird, macht den Kurort auch zu einem der modernsten Heilbäder Europas. Massageströmungen, Whirlpools, Unterwassergeysire und vieles mehr machen die Therme zu einem gesunden Erlebnis. Zusätzlich werden natürlich auch Wellness- und Gesundheitsanwendungen angeboten. Schließlich verfügt die SaarowTherme auch über eine großzügige Saunalandschaft mit Schneeraum zum Abkühlen. Das milde Klima und die hohe Anzahl an Sonnenstunden machen eine Kur in Bad Saarow am Scharmützelsee zum wahren Gesundbrunnen. Der größte See Brandenburgs bietet sicher auch neben den vielen Kurangeboten für Sportbegeisterte und Erholungssuchende jede Menge Freizeitmöglichkeiten, sei es am, im oder auf dem Wasser oder an Land.

Königliche Moorbäder in Bad Freienwalde

Ebenfalls östlich von Berlin liegt Bad Freienwalde. Fontane nannte es aufgrund seiner hügeligen Umgebung auch die „Bergstadt“. Bad Freienwalde ist gleichzeitig die älteste Kurstadt der Mark Brandenburg. Schon 1683 wurden hier heilkräftige Quellen entdeckt, die bereits 1684 zur Verleihung des Titels Kurort führten. Noch heute werden im Moorbad die mineralstoffreichen Moorpackungen als wichtigste Anwendungen verabreicht. Der 1994 erbaute Klinikbau erweitert nun die historischen Kuranlagen, die schon Kurfürst Friedrich Wilhelm und die Könige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich Wilhelm II. begeisterten. Besonders Krankheiten des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes, Rheuma, Gicht und Osteoporose werden in Kurbehandlungen in Bad Freienwalde behandelt.

Störche, Kraniche und Biber in der Lausitz

Südlichster Kurort Brandenburgs ist Bad Liebenwerda im Südwesten des Landes. Der Kurort mit Peloidkurbetrieb hat sich auf die Behandlung von Rheuma, Osteoporose und weitere Erkrankungen der Gelenke und der Wirbelsäule spezialisiert. Die bedeutendsten Einrichtungen sind die Lausitztherme Wonnemar mit Wellness- und Gesundheitsangeboten und die Fontana-Klinik als moderne Fachklinik für Rheumatologie und Orthopädie.

Das Beste hier: Alle Kureinrichtungen befinden sich im Zentrum der Stadt Bad Liebenwerda und werden durch den aufwändig und liebevoll sanierten Kurpark ergänzt. Er bietet viele Stationen für Entspannung, Unterhaltung und Sport und ist sowohl für Gäste als auch Bewohner der Stadt ein beliebter Treffpunkt. Rund um Bad Liebenwerda laden Wälder und Wiesen, Teiche und Moore zu Wanderungen und Radtouren ein. So beginnt hier beispielsweise der Naturpark „Niederlausitzer Heidelandschaft“, und man kann bei Ausflügen in die Umgebung Störchen und Kranichen, Bibern und anderen seltenen Tieren begegnen.

Natürliche Heilmittel in Waren (Müritz)

Waren an der Müritz bietet durch seine Lage in unmittelbarer Nähe des Müritz-Nationalparks die Möglichkeit zu ausgeprägten Tagesprogrammen mit Sport und Kultur. Nach erlebnisreichen Ausflügen möchte man die Seele einfach baumeln lassen. Obgleich das besonders gesunde Klima des Luftkurorts Waren bereits für einen Erholungseffekt sorgt, lässt sich durch eine Soleanwendung diese Wirkung noch verstärken. Verschiedene Wellness- sowie Kureinrichtungen in Waren und der Umgebung haben sich auf das Bedürfnis nach Entspannung eingestellt und bieten unterschiedliche Anwendungen an. Neben den verschiedenen Solebehandlungen, die das Immunsystem stärken und bei Muskelbeschwerden und Hautkrankheiten helfen, stehen Kneipp-Anwendungen, Sauna, Thalasso-Behandlung und Schönheitspfl ege zur Auswahl.

Erholungsort Rheinsberg

Die klassische Kulturstadt unter den Gesundheitsorten Brandenburgs verfügt zwar noch nicht über eine eigene Therme, die Aussichten darauf steigen jedoch von Jahr zu Jahr. Rheinsberg mit dem Prädikat „staatlich anerkannter Erholungsort“ bietet schon jetzt zahlreiche Wellness-Einrichtungen und eine unberührte Natur. Das Rheinsberger Land ist gekennzeichnet durch ausgedehnte wildreiche Wälder und viele klare Seen. Das kleine märkische Städtchen, berühmt geworden durch das Schloss Rheinsberg, liegt mitten in dieser reizvollen Wald- und Seenlandschaft an der Südspitze der Mecklenburger Seenplatte und bietet gute Vorraussetzungen für einen kurwürdigen Aufenthalt. Mit der Kammeroper Schloss Rheinsberg verfügt die Stadt seit 1991 über ein Kunstprojek, das inzwischen das Rhinstädtchen weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht hat.

Die Stadt ist an den Musikhochschulen und Universitäten, bei jungen Sängern wie bei Opernfreunden weltweit zu einem Begriff geworden. Alljährlich bewerben sich rund 400 bis 500 junge Sänger, um als Preis eine der begehrten Rollen in den Aufführungen des Festivals zu bekommen. Mehr als 8.000 junge Sänger aus aller Welt nahmen bisher an den jährlichen Gesangswettbewerben teil. 530 jungen, hoffnungsvollen Talenten hat das internationale Festival zur Förderung junger Sänger seit 1991 schon die Chance gegeben, in Rheinsberg Opernpartien professionell zu erarbeiten, vor einem großen Publikum zu singen und von den Agenten und Operndirektoren dabei entdeckt zu werden. So trifft man mittlerweile an der New Yorker Met, in Athen, Mailand, Stockholm, Tokio, Wien, Sydney, Zürich und an fast allen deutschen Opernhäusern auf „Rheinsberger“ Sänger. Längst wartet das Festival jedes Jahr mit neuen Publikumsangeboten auf. Konzertante Opernaufführungen, musikalische Wanderungen durch den Park, der Singende See und nun im Sommer 2008 die Rheinsberger Sängernacht. Die diesjährige Festivalsaison findet vom 28. Juni bis 16. August statt. Rheinsberg ist besonders durch die Kammeroper für Erholungs- und Gesundheitsurlauber ein harmonischer Ort, in dem sich Kultur und Natur in seltener Schönheit verbinden.

Wellness im Spreewald

Im Oktober 2007 wurde der Spreewaldgemeinde Burg das Qualitätssiegel „Wellness im Kurort“ des deutschen Bäderverbandes e. V. für zwei neue Angebote unter dem Titel „Entspannung im sagenhaften Spreewald“ verliehen. Dahinter verbergen sich ganzjährige Pauschalen, deren Leistungen an regionale Sagen und Mythen des Spreewaldes angelehnt sind. Neben Hotels, Pensionen und den Kahnfährhäfen ist einer der Partner die Spreewaldtherme. Dort wird aus einer Tiefe von 1.350 Metern die Sole mit einer Konzentration von 24 Prozent und einer Temperatur von 51 Grad direkt vor Ort in Burg auf dem Thermengelände gefördert. Frisch aufbereitet und verdünnt wird die Sole in unterschiedlichen Temperaturen und Solekonzentrationen in die Becken der Therme geleitet. Die sparsam vergebene Auszeichung des Heilbäderverbandes beweist, dass sich hinter den Angeboten in Burg höchste Qualität verbirgt.

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Das Hotel am Grienericksee im Erholungsort Rheinsberg ist barrierefrei.

Wellnessangebote werden immer beliebter. In den staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorten ist die Enspannung garantiert.

Kurorte erhalten den Titel „Kurort“ aufgrund besonderer Eignungen für medizinische Therapien. Dabei müssen natürliche Heilmittel des Bodens, des Wassers oder des Klimas vorhanden sein, die für die Therapien genutzt werden können. Außerdem sind Ärzte und Therapeuten in Kurorten meist auf die Anwendung der Heilmittel spezialisiert, sodass bei Kuraufenthalten meist größere Heilerfolge erzielt werden, als bei Therapien am Wohnort.

Erholungsorte hingegen müssen diese medizinischen Auflagen nicht erfüllen, jedoch werden besondere Anforderungen an Luft- und Klimaeigenschaften gestellt, die der Erholung förderlich sein müssen. Beiden staatlich vergebenen Prädikaten ist gemeinsam, dass sich die jeweiligen Kommunen die Auszeichnung immer wieder neu erarbeiten müssen. Gremien aus Fachleuten der Ministerien, Krankenkassen und Tourismusverbänden überprüfen die Einhaltung der vorgegebenen Qualitätsstandards regelmäßig.

Thermalsole in Bad Wilsnack

Bereits vor mehr als 100 Jahren war Bad Wilsnack aufgrund seiner sauerstoffreichen Luft als Luftkurort für Großstädter aus Berlin und Hamburg beliebt. Zum Kurort entwickelte sich die Stadt durch die Entdeckung der eisenoxidhaltigen Moorerde auf den Karthanewiesen durch einen städtischen Förster. Die erste Moorbäderanstalt entstand 1907 und wurde im Laufe der Jahre mehrfach erweitert. Ob Kuraufenthalt oder Gesundheitsurlaub: In den Bädern werden stets nur natürliche Heilmittel genutzt, eingebunden in modernste medizinische Behandlungen, um Körper und Seele Erholung zu bieten. Schließlich blickt man hier auf eine mehr als 300-jährige Tradition zurück. Mit der Kur- und Gradiertherme wurde Bad Wilsnack Ende 2000 um ein neues Angebot bereichert. Aus einer Tiefe von 1.070 Metern strömt heißes Thermalwasser in die andalusisch anmutende Kristall- Therme. Drei Thermalbecken und ein Thermalaußenbecken mit Salzgehalten zwischen 1,5 und 12 Prozent sowie Temperaturen zwischen 34 und 36 Grad bieten optimale Bedingungen für Gesundheit und Erholung.

Thermalsole in Templin

Im Norden Brandenburgs erwartet beispielsweise das Thermalsoleheilbad Templin seine Kurgäste. Hier wird die Thermalsole aus einer Tiefe von über 1.600 Metern gewonnen und hat dabei einen Salzgehalt von 15 Prozent und eine Temperatur von 57 Grad Celsius. Für die Anwendungen in der Naturtherme Templin wird die Sole auf 32 bis 35 Grad abgekühlt und in Konzentrationen von ein bis sechs Prozent verwendet. Besonders bei Erkrankungen der Atemwege und der Gelenke sind Bäder in der Thermalsole hilfreich. Außerhalb des Wassers bietet Templin ebenfalls pure Erholung. Gleich zwei der schönsten Naturräume Brandenburgs umschließen nämlich Templin: Zum einen der Naturpark Uckermärkische Seen, zum anderen das Biosphärenreservat Schorfheide. Insgesamt 180 Seen, Fließe und Kanäle bieten hier Möglichkeiten zum Baden, Wasserwandern, Segeln oder – wer es gemütlicher mag – Dampferfahren.

Südöstlich Berlins: Bad Saarow

Im Osten Brandenburgs, nur rund 65 Kilometer von Berlin entfernt, liegt Bad Saarow, ein Thermalsole- und Moorheilbad. Hier wird schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts das Moor für gesundheitliche Zwecke verwendet. Heute ist Bad Saarow der erste brandenburgische Kurort mit unbefristeter staatlicher Anerkennung als Thermalsole- und Moorheilbad. Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen werden hier ebenso mit Thermalsole und Moor therapiert, wie Erkrankungen der Wirbelsäule, Gelenke und der inneren Organe. All diese Behandlungen fi nden in der SaarowTherme statt. Die neu erbaute SaarowTherme, in der 34 bis 36 Grad warme Sole mit einem Salzgehalt von drei Prozent verwendet wird, macht den Kurort auch zu einem der modernsten Heilbäder Europas. Massageströmungen, Whirlpools, Unterwassergeysire und vieles mehr machen die Therme zu einem gesunden Erlebnis. Zusätzlich werden natürlich auch Wellness- und Gesundheitsanwendungen angeboten. Schließlich verfügt die SaarowTherme auch über eine großzügige Saunalandschaft mit Schneeraum zum Abkühlen. Das milde Klima und die hohe Anzahl an Sonnenstunden machen eine Kur in Bad Saarow am Scharmützelsee zum wahren Gesundbrunnen. Der größte See Brandenburgs bietet sicher auch neben den vielen Kurangeboten für Sportbegeisterte und Erholungssuchende jede Menge Freizeitmöglichkeiten, sei es am, im oder auf dem Wasser oder an Land.

Königliche Moorbäder in Bad Freienwalde

Ebenfalls östlich von Berlin liegt Bad Freienwalde. Fontane nannte es aufgrund seiner hügeligen Umgebung auch die „Bergstadt“. Bad Freienwalde ist gleichzeitig die älteste Kurstadt der Mark Brandenburg. Schon 1683 wurden hier heilkräftige Quellen entdeckt, die bereits 1684 zur Verleihung des Titels Kurort führten. Noch heute werden im Moorbad die mineralstoffreichen Moorpackungen als wichtigste Anwendungen verabreicht. Der 1994 erbaute Klinikbau erweitert nun die historischen Kuranlagen, die schon Kurfürst Friedrich Wilhelm und die Könige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich Wilhelm II. begeisterten. Besonders Krankheiten des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes, Rheuma, Gicht und Osteoporose werden in Kurbehandlungen in Bad Freienwalde behandelt.

Störche, Kraniche und Biber in der Lausitz

Südlichster Kurort Brandenburgs ist Bad Liebenwerda im Südwesten des Landes. Der Kurort mit Peloidkurbetrieb hat sich auf die Behandlung von Rheuma, Osteoporose und weitere Erkrankungen der Gelenke und der Wirbelsäule spezialisiert. Die bedeutendsten Einrichtungen sind die Lausitztherme Wonnemar mit Wellness- und Gesundheitsangeboten und die Fontana-Klinik als moderne Fachklinik für Rheumatologie und Orthopädie.

Das Beste hier: Alle Kureinrichtungen befinden sich im Zentrum der Stadt Bad Liebenwerda und werden durch den aufwändig und liebevoll sanierten Kurpark ergänzt. Er bietet viele Stationen für Entspannung, Unterhaltung und Sport und ist sowohl für Gäste als auch Bewohner der Stadt ein beliebter Treffpunkt. Rund um Bad Liebenwerda laden Wälder und Wiesen, Teiche und Moore zu Wanderungen und Radtouren ein. So beginnt hier beispielsweise der Naturpark „Niederlausitzer Heidelandschaft“, und man kann bei Ausflügen in die Umgebung Störchen und Kranichen, Bibern und anderen seltenen Tieren begegnen.

Natürliche Heilmittel in Waren (Müritz)

Waren an der Müritz bietet durch seine Lage in unmittelbarer Nähe des Müritz-Nationalparks die Möglichkeit zu ausgeprägten Tagesprogrammen mit Sport und Kultur. Nach erlebnisreichen Ausflügen möchte man die Seele einfach baumeln lassen. Obgleich das besonders gesunde Klima des Luftkurorts Waren bereits für einen Erholungseffekt sorgt, lässt sich durch eine Soleanwendung diese Wirkung noch verstärken. Verschiedene Wellness- sowie Kureinrichtungen in Waren und der Umgebung haben sich auf das Bedürfnis nach Entspannung eingestellt und bieten unterschiedliche Anwendungen an. Neben den verschiedenen Solebehandlungen, die das Immunsystem stärken und bei Muskelbeschwerden und Hautkrankheiten helfen, stehen Kneipp-Anwendungen, Sauna, Thalasso-Behandlung und Schönheitspfl ege zur Auswahl.

Erholungsort Rheinsberg

Die klassische Kulturstadt unter den Gesundheitsorten Brandenburgs verfügt zwar noch nicht über eine eigene Therme, die Aussichten darauf steigen jedoch von Jahr zu Jahr. Rheinsberg mit dem Prädikat „staatlich anerkannter Erholungsort“ bietet schon jetzt zahlreiche Wellness-Einrichtungen und eine unberührte Natur. Das Rheinsberger Land ist gekennzeichnet durch ausgedehnte wildreiche Wälder und viele klare Seen. Das kleine märkische Städtchen, berühmt geworden durch das Schloss Rheinsberg, liegt mitten in dieser reizvollen Wald- und Seenlandschaft an der Südspitze der Mecklenburger Seenplatte und bietet gute Vorraussetzungen für einen kurwürdigen Aufenthalt. Mit der Kammeroper Schloss Rheinsberg verfügt die Stadt seit 1991 über ein Kunstprojek, das inzwischen das Rhinstädtchen weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht hat.

Die Stadt ist an den Musikhochschulen und Universitäten, bei jungen Sängern wie bei Opernfreunden weltweit zu einem Begriff geworden. Alljährlich bewerben sich rund 400 bis 500 junge Sänger, um als Preis eine der begehrten Rollen in den Aufführungen des Festivals zu bekommen. Mehr als 8.000 junge Sänger aus aller Welt nahmen bisher an den jährlichen Gesangswettbewerben teil. 530 jungen, hoffnungsvollen Talenten hat das internationale Festival zur Förderung junger Sänger seit 1991 schon die Chance gegeben, in Rheinsberg Opernpartien professionell zu erarbeiten, vor einem großen Publikum zu singen und von den Agenten und Operndirektoren dabei entdeckt zu werden. So trifft man mittlerweile an der New Yorker Met, in Athen, Mailand, Stockholm, Tokio, Wien, Sydney, Zürich und an fast allen deutschen Opernhäusern auf „Rheinsberger“ Sänger. Längst wartet das Festival jedes Jahr mit neuen Publikumsangeboten auf. Konzertante Opernaufführungen, musikalische Wanderungen durch den Park, der Singende See und nun im Sommer 2008 die Rheinsberger Sängernacht. Die diesjährige Festivalsaison findet vom 28. Juni bis 16. August statt. Rheinsberg ist besonders durch die Kammeroper für Erholungs- und Gesundheitsurlauber ein harmonischer Ort, in dem sich Kultur und Natur in seltener Schönheit verbinden.

Wellness im Spreewald

Im Oktober 2007 wurde der Spreewaldgemeinde Burg das Qualitätssiegel „Wellness im Kurort“ des deutschen Bäderverbandes e. V. für zwei neue Angebote unter dem Titel „Entspannung im sagenhaften Spreewald“ verliehen. Dahinter verbergen sich ganzjährige Pauschalen, deren Leistungen an regionale Sagen und Mythen des Spreewaldes angelehnt sind. Neben Hotels, Pensionen und den Kahnfährhäfen ist einer der Partner die Spreewaldtherme. Dort wird aus einer Tiefe von 1.350 Metern die Sole mit einer Konzentration von 24 Prozent und einer Temperatur von 51 Grad direkt vor Ort in Burg auf dem Thermengelände gefördert. Frisch aufbereitet und verdünnt wird die Sole in unterschiedlichen Temperaturen und Solekonzentrationen in die Becken der Therme geleitet. Die sparsam vergebene Auszeichung des Heilbäderverbandes beweist, dass sich hinter den Angeboten in Burg höchste Qualität verbirgt.

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