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Mit Stöcken unterwegs

Mit Stöcken unterwegs

Die Mecklenburgische Seenplatte bietet sich für Nordic Walking an. Anfänger und Fortgeschrittene finden hier vielfältige Strecken und Gleichgesinnte.

Die Mecklenburgische Seenplatte bietet sich für Nordic Walking an. Anfänger und Fortgeschrittene finden hier vielfältige Strecken und Gleichgesinnte.

Komisch, bei anderen sah es immer so leicht aus – aber warum bin ich jetzt schon außer Puste? Nordic Walking sei Spazierengehen mit Stöcken, dachte ich. Aber schon nach wenigen Minuten bin ich eines Besseren belehrt.

So fließend die Bewegungen bei anderen aussehen, so unkoordiniert komme ich mir beim Nordic Walking vor. „Das sieht meist nur einfach aus, ist es aber nicht“, bestätigt die Physiotherapeutin und Nordic Walking-Trainerin Katharina Blödorn. Für die neue Trendsportart ist die Mecklenburgische Seenplatte mit ihren zahlreichen Wanderwegen und Trampelpfaden entlang der Seen und durch die Wälder ideal geeignet. „Die Seenplatte ist gar nicht so platt wie viele denken“, sagt Andrea Nagel, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte. „Hier gibt es ein äußerst abwechslungsreiches Relief, das für jeden Nordic Walker etwas bietet.“ Einige Wege sind ziemlich flach, bei anderen wiederum geht es ständig bergauf und bergab oder über unebenes Gelände. Wie auch die Wanderer oder Radfahrer in der Region sind die Nordic Walker ebenfalls mitten in der Natur, mitten im Grünen. Viele nutzen daher die zahlreichen Wanderwege, die – anders als die oft asphaltierten Radwege – direkt an einem See entlang, durch ein Naturschutzgebiet oder zu einer versteckten Sehenswürdigkeit führen.

In der Mecklenburgische Seenplatte hat sich jedoch eine Region besonders auf die neue Touristengruppe der Nordic Walker spezialisiert: In der Feldberger Seenlandschaft fand im vergangenen Jahr der 3. Zentrale Walkingtag von Mecklenburg-Vorpommern statt. Verschiedene Anbieter der Region orientieren sich bereits seit einiger Zeit an den Bedürfnissen der Nordic Walker.

Zahlreiche Wander- und Naturlehrwege führen durch die oft menschenleere Landschaft, in der nur hin und wieder ein aus Findstein gebautes Haus steht. Genau diese Wege werden nun vermehrt von Nordic Walkern genutzt. Immerhin ist die Ausrüstung für das Nordic Walking schnell besorgt: bequemes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung und die speziellen Nordic Walking-Stöcke. „Viele haben sich die Stöcke gekauft, weil sie glauben, sich die Technik auch anlesen zu können“, berichtet Trainerin Blödorn. Besser sind jedoch einige einführende Stunden unter fachkundiger Anleitung. Auch Blödorn bietet auf Anfrage so eine Tour in Feldberg an. „Der Stockeinsatz, die Koordination, die Armbewegung und die Drehung des Oberkörpers – das muss alles erst richtig erlernt werden“, sagt sie. „Nordic Walking ist ein Ganzkörpersport.“ In ihrer etwa anderthalbstündigen Tour vermittelt sie deswegen Grundlagen und übt mit Fortgeschritten den reibungslosen Ablauf der Bewegung.

Lesen Sie weiter in der Ausgabe Seenland 2006

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