Direkt vom Bauern

Von |3 Minuten Lesezeit|590 Wörter|Veröffentlicht am: 28. April 2006|

Foto: Gut Hesterberg

Eine Hofladentour durch das Ruppiner Land offenbart das reichhaltige Angebot von frischem Gemüse, Fleisch und Obst.

Eine Hofladentour durch das Ruppiner Land offenbart das reichhaltige Angebot von frischem Gemüse, Fleisch und Obst.

Gesunde Ernährung liegt immer mehr im Trend. Wer gesund leben und wissen möchte, wo seine Nahrung herkommt, der kauft direkt beim Erzeuger. Immer mehr Bauernhöfe betreiben einen so genannten Hofladen, in dem sie frisches Gemüse, Fleisch und Obst anbieten. Zwei Hofläden aus dem Ruppiner Land im Norden Brandenburgs möchten wir Ihnen vorstellen. Östlich der Fontanestadt Neuruppin, 200 Meter hinter dem kleinen Dorf Lichtenberg, finden Sie den Eingang zum Gut Hesterberg. Linkerhand grasen zufriedene Rinder, und auf der anderen Seite der Auffahrt sieht man eine Gänseschar beim Grünfutter-Fressen. Die Wiesen und Weiden sind erstaunlich groß: Auf 400 Hek­tar werden hier Rinder, Gänse, Schweine und Lämmer artgerecht gehalten. Ebenso beeindruckend ist der Bauernhof, der im Stile eines feudalen Gutshofes erbaut wurde. Hier wohnt und arbeitet die vierköpfige Familie Hesterberg, die ursprünglich aus Westfalen kommt. Seit fünf Jahren präsentieren sie in ihrem Hofladen ein großes Angebot an hofeigenen Fleisch- und Wurstwaren.

Gehaltvoll

Alles ist ökologisch. „Die Weiden, auf denen unsere schottischen Galloway-Rinder ganzjährig grasen, werden nicht chemisch gedüngt, und die anderen Tiere wachsen und gedeihen ohne Zugabe von Mastfutter, Hormonen oder Antibiotika“, sagt Detlef Hesterberg. „Das Fleisch unserer Tiere erhält durch das langsame Wachstum einen viel gehaltvolleren Geschmack als das von konventionell gezüchteten Haustieren“, erläutert er weiter. Die Kunden kommen aus Neuruppin, Oranienburg und sogar aus Berlin.

Königliches Gemüse

Besonders beliebt sind auch die Wildprodukte; in ihrem eigenen Wildpark von zehn Hektar hält Familie Hesterberg Rot-, Dam- und Rehwild. Wer mag, kann das Wild und die anderen Fleischsorten gleich vor Ort in der Gutshofküche ausprobieren. An vielen Samstagen werden hier abends deftige Spanferkel- und Wildschweinessen veranstaltet. Etwa 35 Kilometer nördlicher finden Sie in dem beschaulichen Ort Dorf Zechlin einen Hofladen, in dem Sie kein einziges Fleischprodukt zu sehen bekommen. Vielmehr haben sich die Betreiber auf das „königliche Gemüse“ Spargel und auf Beeren aller Art spezialisiert. Über dem Hauseingang hängt das Schild „Mühlenhof“. Lassen Sie sich nicht beirren. Der Name geht auf die ehemalige Funktion des Gebäudes zurück. Die frühere Getreidemühle beherbergt heute neben einem Hofladen eine Gaststätte und ein Mühlenmuseum.

Große Auswahl

13 Jahre ist es her, da pflanzte das Ehepaar Krüger seinen ersten Beelitzer Spargel an. Die große Nachfrage macht es möglich, dass die Anbaufläche, die nur ein Steinwurf entfernt ist, fast jährlich erweitert werden muss. Sechs Hektar sind es in der Zwischenzeit. In der Spargelsaison von Ende April bis Anfang Juni kann der frisch geerntete Spargel dann kiloweise im Hofladen erworben werden. Oder, man besucht die hauseigene Gaststätte namens „Mühlenschänke“ und wählt zwischen zehn bis fünfzehn verschiedenen Spargelgerichten.

Die Idee, zusätzlich zum Spargel auch noch Beerenfrüchte anzubieten, kam Familie Krüger 1996. Zuerst bauten sie einen Hektar Kulturheidelbeeren an. Der Verkauf lief so gut, dass auch andere Beeren dazukamen. Heute kann man zwischen Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren wählen. Außerdem werden die Früchte zu Konfitüren und Gelees weiterverarbeitet, die man ebenfalls kaufen kann. Zu einer Stippvisite des „Spargel- und Beerenhofes“ gehört auch der Besuch des Mühlenmuseums. Dort ist das alte Müllerhandwerk anhand von Originalexponaten anschaulich dargestellt.

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Eine Hofladentour durch das Ruppiner Land offenbart das reichhaltige Angebot von frischem Gemüse, Fleisch und Obst.

Eine Hofladentour durch das Ruppiner Land offenbart das reichhaltige Angebot von frischem Gemüse, Fleisch und Obst.

Gesunde Ernährung liegt immer mehr im Trend. Wer gesund leben und wissen möchte, wo seine Nahrung herkommt, der kauft direkt beim Erzeuger. Immer mehr Bauernhöfe betreiben einen so genannten Hofladen, in dem sie frisches Gemüse, Fleisch und Obst anbieten. Zwei Hofläden aus dem Ruppiner Land im Norden Brandenburgs möchten wir Ihnen vorstellen. Östlich der Fontanestadt Neuruppin, 200 Meter hinter dem kleinen Dorf Lichtenberg, finden Sie den Eingang zum Gut Hesterberg. Linkerhand grasen zufriedene Rinder, und auf der anderen Seite der Auffahrt sieht man eine Gänseschar beim Grünfutter-Fressen. Die Wiesen und Weiden sind erstaunlich groß: Auf 400 Hek­tar werden hier Rinder, Gänse, Schweine und Lämmer artgerecht gehalten. Ebenso beeindruckend ist der Bauernhof, der im Stile eines feudalen Gutshofes erbaut wurde. Hier wohnt und arbeitet die vierköpfige Familie Hesterberg, die ursprünglich aus Westfalen kommt. Seit fünf Jahren präsentieren sie in ihrem Hofladen ein großes Angebot an hofeigenen Fleisch- und Wurstwaren.

Gehaltvoll

Alles ist ökologisch. „Die Weiden, auf denen unsere schottischen Galloway-Rinder ganzjährig grasen, werden nicht chemisch gedüngt, und die anderen Tiere wachsen und gedeihen ohne Zugabe von Mastfutter, Hormonen oder Antibiotika“, sagt Detlef Hesterberg. „Das Fleisch unserer Tiere erhält durch das langsame Wachstum einen viel gehaltvolleren Geschmack als das von konventionell gezüchteten Haustieren“, erläutert er weiter. Die Kunden kommen aus Neuruppin, Oranienburg und sogar aus Berlin.

Königliches Gemüse

Besonders beliebt sind auch die Wildprodukte; in ihrem eigenen Wildpark von zehn Hektar hält Familie Hesterberg Rot-, Dam- und Rehwild. Wer mag, kann das Wild und die anderen Fleischsorten gleich vor Ort in der Gutshofküche ausprobieren. An vielen Samstagen werden hier abends deftige Spanferkel- und Wildschweinessen veranstaltet. Etwa 35 Kilometer nördlicher finden Sie in dem beschaulichen Ort Dorf Zechlin einen Hofladen, in dem Sie kein einziges Fleischprodukt zu sehen bekommen. Vielmehr haben sich die Betreiber auf das „königliche Gemüse“ Spargel und auf Beeren aller Art spezialisiert. Über dem Hauseingang hängt das Schild „Mühlenhof“. Lassen Sie sich nicht beirren. Der Name geht auf die ehemalige Funktion des Gebäudes zurück. Die frühere Getreidemühle beherbergt heute neben einem Hofladen eine Gaststätte und ein Mühlenmuseum.

Große Auswahl

13 Jahre ist es her, da pflanzte das Ehepaar Krüger seinen ersten Beelitzer Spargel an. Die große Nachfrage macht es möglich, dass die Anbaufläche, die nur ein Steinwurf entfernt ist, fast jährlich erweitert werden muss. Sechs Hektar sind es in der Zwischenzeit. In der Spargelsaison von Ende April bis Anfang Juni kann der frisch geerntete Spargel dann kiloweise im Hofladen erworben werden. Oder, man besucht die hauseigene Gaststätte namens „Mühlenschänke“ und wählt zwischen zehn bis fünfzehn verschiedenen Spargelgerichten.

Die Idee, zusätzlich zum Spargel auch noch Beerenfrüchte anzubieten, kam Familie Krüger 1996. Zuerst bauten sie einen Hektar Kulturheidelbeeren an. Der Verkauf lief so gut, dass auch andere Beeren dazukamen. Heute kann man zwischen Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren wählen. Außerdem werden die Früchte zu Konfitüren und Gelees weiterverarbeitet, die man ebenfalls kaufen kann. Zu einer Stippvisite des „Spargel- und Beerenhofes“ gehört auch der Besuch des Mühlenmuseums. Dort ist das alte Müllerhandwerk anhand von Originalexponaten anschaulich dargestellt.

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