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Wunschlos glücklich – Törn von Berlin über Werder/Havel zur Müritz

Wunschlos glücklich – Törn von Berlin über Werder/Havel zur Müritz

Den Abend lässt die Crew im Hafen ausklingen. Das Hafenmeisterbüro hat den Charme einer Cabana, die auf Pfählen über dem Wasser steht. Mississippi-Jazz dudelt aus dem Radio und sommerliche Drinks wandern über die Theke. Kasimir träumt längst von Löwen, Krokodilen und Sauriern. Am nächsten Morgen ist er mit seinen Eltern die erste Kundschaft beim Bäcker. Der Frühspaziergang führt die drei auf den Mühlberg hinauf. Im Schatten von Kastanien entdeckt die Familie einen Spielplatz mit einladenden Schaukeln – so vergeht die Zeit bis zum Frühstück an Bord.

Das Tagesziel führt die Renata zurück nach Berlin, der Sonne entgegen. Abermals geht es durch die Potsdamer Wasserstadt und die Havel hinauf bis nach Spandau. Dann heißt es auf die Spree Richtung Fernsehturm abbiegen. Am Nachmittag ist der Liegeplatz im Stadtteil Tiergarten erreicht. Unter zwei schönen Uferweiden befindet sich einer der schönsten kostenlosen Sportbootliegeplätze direkt vor der Lessingbrücke.

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Ein Spaziergang durch Tiergarten-Moabit führt an der Eisbox vorbei. Käpt’n Kasi gibt sich mit Schoko-Vanille zufrieden. Die Crew probiert sich durch das ungewöhnliche Bioeis-Sortiment – Rhabarber-Joghurt, Limone-Rosmarin, Erdbeer-Minze.

Danach geht es mit der U-Bahn zum Zoologischen Garten. Während die Männer im Biergarten des Schleusenkrugs Platz nehmen, kommt Kasimir im Zoo gleich nebenan voll auf seine Kosten. Zumindest die Löwen kann er jetzt abhaken. Am Abend verewigt er die lustige Affenbande auf seiner bunten Zeichnung.

Zum nächsten Frühstück kreuzt die Renata bereits zwischen Reichtagskuppel und Museumsinsel über die Berliner Spree. Beinahe alle markanten Gebäude der Hauptstadt lassen sich vom Fluss aus besichtigen. Für den Skipper sind die niedrigen Berliner Brücken allerdings Schwerstarbeit. Sogar die Scheiben des Cockpits müssen abgeklappt werden, damit es nicht die Aufbauten der Yacht rasiert. Gegen Zehn wird Kurs auf die Spreemündung genommen. Wiederum wird die Spandauer Schleuse passiert und ein gutes Stück Fahrt liegt noch bis Oranienburg vor der Crew, die sich jetzt mit dem Ruder abwechselt. Auch Kasimir darf auf dem Schoß seines Vaters ans Steuer.

Der Schlosshafen von Oranienburg hält eine Kuriosität bereit. Hier liegt der Nachbau einer holländischen Staatsyacht aus dem 18. Jahrhundert. Damals waren die Yachten der holländischen Bootsbauer noch vollständig aus Holz – wie sich die Zeiten ändern. Ein echtes Stahlmonster hat die Crew am nächsten Morgen vor der Nase. In der Lehnitzschleuse muss sich die Renata hinter einem riesigen Flusskreuzfahrtschiff einreihen, womit die 125 Meter lange Schleusenkammer beinahe ausgereizt ist. Beeindruckend ist die Hubhöhe von knapp sechs Metern. Kasimir bekommt das technische Wunder auf dem Arm seines Vaters erklärt. Hinter dem einen Tor der Lehnitzsee, hinter dem anderen die Obere Havel – Crew und Boot sitzen in einem Fahrstuhl – das erkennt der kleine Mann eindrücklich.

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