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Mit dem Hausboot anlegen

Mit dem Hausboot anlegen

Vom Hausboot-Anlegen, Ankern und von Bord gehen

Unterwegs zu sein auf einem Hausboot ist etwas tolles. An Bord wird der Kurs je nach Gusto bestimmt und die Freiheit auf dem Wasser wird spürbar. Doch auch wenn der Weg das Ziel eines Urlaubs auf dem Boot ist, so sollte das Ankommen zum Sonnenuntergang nicht unterschätzt werden. In den meisten Revieren hat man als Bootsurlauber die Wahl: Möchte ich die Freiheit in die Nacht verlängern und irgendwo auf dem See ankern, oder möchte ich den Service einer Marina oder eines kleinen Anlegers in Anspruch nehmen und mit meinem Hausboot anlegen.

Wie komme ich wieder runter vom Hausboot?

Vorab erst einmal die beruhigende Antwort: Eigentlich brauchen Sie gar nicht von Bord gehen. Jedenfalls nicht die ersten zwei, drei Tage. Die meisten Boote sind völlig autark. An Bewegung mangelt es an Bord nicht, hier ein Schnappschuss mit dem Handy, dort treppauf treppab. Erst wenn das Wasser an Bord knapp wird oder der Brauchwassertank sich füllt, muss angelegt werden. Aber natürlich bieten die Reiseregionen auch so genug Anlässe, um von Bord zu gehen. Doch wie geht das Anlegen mit dem Hausboot?

Die Marina Wolfsbruch bietet viele Gastliegeplätze zum Hausboot anlegen
Große Häfen haben feste Plätze für Gastlieger, die vom Hafenmeister zugewiesen werden.

Häfen und Marinas

Informieren Sie sich vor Fahrtantritt, welche Häfen, im Wassersport auch Marinas genannt, auf Ihrem Weg liegen. Einen Überblick geben dazu die Wasserkarten, eine online Törnplanung und Tipps vom Verchartert bei dem Sie das Hausboot gemietet haben. Genaue Infos zu den angebotenen Versorgungsleistungen wie Strom, Wasser, Sanitär, Tankstellen und den Preisen zu vielen empfehlenswerten Häfen hält unser Hafenführer für Hausboote bereit.

Gerade in der Hautsaison sollte die Absicht in einem Hafen anzulegen vorab beim jeweiligen Hafenmeister telefonisch angekündigt werden. Haben Sie auf Rückfrage aber Ihre Bootsabmessungen parat. Dies sind insbesondere Tiefgang, Länge und Breite. Das ist wichtig, um den passenden Platz zu finden. Wer auf gut Glück unterwegs ist, dem kann es passieren, dass schon am frühen Nachmittag alle freien Plätze, im Bootsjargon Boxen, belegt sind. Das kann in der Hauptsaison auch schon ab der Mittagszeit sein. Die für Urlauber reservierten Plätze nennen sich Gastlieger. Häfen an denen Gastlieger auf jeden Fall willkommen sind, kennzeichnen sich gern mit einer sogenannten Gelben Welle. Ein gezacktes gelbes Schild am Steg mit dem jeweiligen Hafennamen dadrunter.

Boote liegen am Steg im Hafendorf Rheinsberg in Brandenburg.
Im Hafendorf Rheinsberg liegen die Gästlieger längs am Steg.

Liegeplatz im Hafen anlaufen und anlegen

Hat man nun seinen Besuch angekündigt und darf einlaufen, weist einem der Hafenmeister meist direkt einen Platz am Steg zu. Läuft man unangekündigt ein, sollte man sich langsam nähern und die Lage sondieren. Sind Gastlieger ausgeschildert oder Boxen, die nicht mit einem kleinen Eignerschild am Steg versehen sind. Gern kann man auch Leute am Steg ein freundliches Wort hinüberwerfen „Wo kann ich gastliegen“. Unter Bootsfahrern hilf man sich. Ist ein Platz gefunden, so geschieht das Anlegen im Idealfall gegen Wind und Strömung. Damit behält man an Bord die Kontrolle durch die Motorkraft und wird nicht gegen andere Boote oder den Steg gedrückt. Hier finden Sie eine Übersicht zum guten Anlegen eines Hausbootes.


Für Bootsneulinge eignen sich besonders die Plätze an den Außenkanten eines Hafens. Hier legen Sie mit dem Längsseite an, können leicht von Bord steigen und auch wieder ablegen. Allerdings sind diese Plätze meist stärker Wind, Wetter und Welle ausgesetzt, es schaukelt all so stärker als an den Innenplätzen.
Nach dem Anlegen sollten sie sich umgehend bei Hafenmeister melden und Ihre Liegegebühr für das Hausboot bezahlen. Diese beziffert sich meist nach der Anzahl der Personen an Bord, der Bootslänge und zuweilen einer Servicepauschale für Müll und Dusche.
An manchen kommunalen Liegeplätzen gibt es Automaten, ähnlich einem Parkautomat. Die sogenannten 24-Stunden-Anleger sind öffentliche Liegestellen, meist in größerer Städten, an denen kostenfrei ein ganzer Tag angelegt werden kann.

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