Hausboot mieten: Welche Reviere gibt es?

By Published On: 8. Januar 2023
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Es sind wahre Superlative: rund 5000 Seen, 1600 Kilometer lange Wasserwege für Motorboote, für Kanus gar 6500. Europas größtes zusammenhängendes Gewässernetz zieht sich durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin und bietet 1A-Bedingungen für Bootsurlauber und Naturliebhaber. Und das für jedermann. Denn auf der Mehrzahl der Seen, Flüsse und Kanäle gilt der Charterschein. Heißt: Der Kapitän braucht keinen amtlichen Sportbootführerschein, sondern kann mit seiner Crew schon nach einer rund dreistündigen Schulung und Bootseinweisung auf große Fahrt gehen. Die Reviere, in denen man ein Hausboot mieten kann, sind dabei vielfältig und eignen sich sowohl für den mehrwöchigen Booturlaub als auch für einen kurzen Wochenendtrip auf dem Wasser.

Mecklenburgische Seenplatt: Hausboot Revier Nr. 1

Denkt man daran, ein Hausboot zu mieten, kommt einem wohl zuerst die Mecklenburgische Seenplatte als Revier in den Sinn. Eine Bootsurlaubsregion wie aus dem Bilderbuch: Seen so weit das Auge reicht; dazu zahllose Gelegenheiten für spannende Landgänge. Einen Teil des Reviers bilden die Oberseen. Bestehend aus der Müritz – Deutschlands größter Binnensee – und vier weiteren Seen, die nordwestlich von ihr tiefblau in der Landschaft liegen (Kölpinsee, Fleesensee, Malochower See, Plauer See). Die Hafeninfrastruktur ist hervorragend, sodass Spaziergängen durch Müritz-Orte wie Waren oder Röbel sowie einer Radtour durch den Müritz-Nationalpark nichts im Wege steht.

Das Hausboot Revier in der Mecklenburgische Seenplatte in Brandenburg und Mecklenburg ist ein Eldorado für Hausboote. Seen und Flüsse reihen sich aneinader. Wie hier in der Kleinseenplatte wo ein Boot von einem See zum anderen durch einen Kanal, umgeben von dichtem Wald, fährt.

See, Fluss, See, Fluss…: Das ist die Mecklenburgische Seenplatte.

Warum die Region auch „Land der Tausend Seen“ genannt wird, geht zu einem Großteil auf das Konto der Kleinseenplatte. Über den Oberlauf der Havel und die Müritz-Havel-Wasserstraße sind die Gewässer miteinander verbunden und bieten so beste Bedingungen fürs Seen-Hopping. An den Ufern erheben sich einstige Adelsresidenzen: Fürstenberg, Neustrelitz, Rheinsberg und Mirow. Beim Stadtbummel begegnen einem daher hier an jeder Ecke historische Bauten. Ebenfalls traumhaft: Lychen und Himmelpfort und die Seen, die diese malerischen Orte umgeben. Zudem ist die Kleinseenplatte ein Erlebnisrevier für Kanuwanderer. Verschiedene Nebengewässer – zum Beispiel die Schwaanhavel – sind allein den muskelbetriebenen Gefährten vorbehalten.

Obere Havel: Mehr als ein Revier nahe Berlin

Die Obere Havel ist ein Revier, das sich in etwa von Fürstenberg bis hinunter zur Spandauer Schleuse in Berlin erstreckt. Unterwegs gibt es viel zu erleben: die Seenkette der Uckermark rund um Templin, die Tonstichlandschaft nördlich von Zehdenick (Unbedingt den Ziegeleipark Mildenberg besuchen!), Oranienburg mit seinem sehenswerten Schloss und Park. Wer etwas Zeit mitbringt, sollte ein paar Abstecher einplanen. Zum Beispiel ab Liebenwalde eine Fahrt auf dem Langen Trödel bzw. dem Finowkanal oder die Erkundung des Werbellinsees.

Ruppiner Seenlan: Das unterschätze Hausboot Revier

Der Norden Brandenburgs ist ein Traumrevier für Hausbooturlaub. Idealer Startpunkt für eine einwöchige Tour ist Rheinsberg. Von hier aus geht es über den idyllischen Rhin südwärts bis zur Fontanestadt Neuruppin und weiter nach Wustrau, Fehrbellin und Kremmen. Ab und an vom Wasserweg abzukommen, lohnt sich. Unter anderem Richtung Lindow, einer pittoresken Kleinstadt, die von drei Seen umflossen wird.

Berlin: Hausboot Revier für Profis

Berlin ist wie gemacht dafür, Städtereise und Hausbootferien miteinander zu verbinden. Denn verschiedene Kanäle und die Flüsse Spree, Havel und Dahme durchfließen die deutsche Hauptstadt. Allerdings brauchen Kapitäne hier einen Sportbootführerschein und sollten sich auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch Berufs- und Fahrgastschifffahrt einstellen. Was einem unterwegs geboten wird, ist unvergesslich: Regierungsviertel, Museumsinsel, Großer Wannsee, Müggelsee – so gut wie alles, wofür Berlin bekannt ist, kann per Hausboot entdeckt werden. Hunderte Häfen und Stege stehen für Zwischenstopps bereit. Ideal für eine Sightseeing-Tour sind die zahlreichen kostenlosen 24-Stunden-Liegestellen in der City. Jenseits davon warten aber auch Ecken, in denen man kaum glauben kann, dass sie eigentlich noch zur Großstadt gehören. Die Rüdersdorfer Gewässer zum Beispiel. Oder Fjord-ähnliche Gegend zwischen Grünau und Schmöckwitz.

Dahme-Seenland: Revier für kleinere Hausboote

Hausboot auf einem See im Dahme-Seenland.

Wasser so weit das Auge reicht im Dahme-Seenland.

Das Dahme-Seenland liegt südöstlich von Berlin und beginnt bei Zeuthen. Führerscheinfreiheit gilt ab Königs Wusterhausen. Geprägt wird die Landschaft durch schnuckelige Wassergrundstücke, Kiefernwälder und Wiesen. Am Wasserstraßenkreuz Prieros hat man die Wahl: Weiter südwärts, Backbord Richtung Storkower Gewässer oder Steuerbord zu den Teupitzer Gewässern.

Potsdam & Havelland

An der Spandauer Stadtschleuse beginnt die Untere Havel, die sich bis nach Havelberg schlängelt und dort in die Elbe mündet. Zunächst jedoch: Potsdam. An historischen Schlössern und Parks der Hohenzollern fließt der Fluss hier vorbei, weitet sich immer wieder auf zu Seen und erreicht schließlich die Obstanbaumetropole Werder. Dahinter mäandert die Havel durch eine herrlich ruhige und urwüchsige Landschaft bis zur über 1000-jährigen Stadt Brandenburg.

Europaweit

Wie hier am Canal du Midi ist Urlaub auf einem gemieteten Hausboot in ganz Europa möglich.

Sonnenuntergang über dem Canal du Midi im Süden Frankreichs

Ein Hausboot mieten, kann man jedoch nicht nur in deutschen Revieren. Auch jenseits der Landesgrenzen gibt es traumhafte Reviere, die auf Hausbooturlauber warten. In den Niederlanden sind die Friesische Seenplatte und Südholland mit Amsterdam ein Muss; Frankreich lässt sich unter anderem auf dem Canal du Midi im Süden, im Elsass oder im Burgund von der Wasserseite aus erkunden. In Irland, Schottland und England geht es durch tiefgrüne Natur und vorbei an mystischen Schlössern. Oder wie wär’s mit Italien und einer Bootsfahr durch die venezianische Lagune? Oder mit Polen und seiner traumhaft schönen Masurischen Seenplatte?

Revier auswählen – und Hausboot mieten 

Ob Hausboot, Motoryacht oder Floß: Über unsere Online-Suche findet sich garantiert das ideale schwimmende Gefährt für Ihren nächsten Urlaub auf dem Wasser. Vielfach auch ohne Führerschein.

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Hausboot mieten: Welche Reviere gibt es?
By |4,8 min read|938 words|Published On: 8. Januar 2023|
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Es sind wahre Superlative: rund 5000 Seen, 1600 Kilometer lange Wasserwege für Motorboote, für Kanus gar 6500. Europas größtes zusammenhängendes Gewässernetz zieht sich durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin und bietet 1A-Bedingungen für Bootsurlauber und Naturliebhaber. Und das für jedermann. Denn auf der Mehrzahl der Seen, Flüsse und Kanäle gilt der Charterschein. Heißt: Der Kapitän braucht keinen amtlichen Sportbootführerschein, sondern kann mit seiner Crew schon nach einer rund dreistündigen Schulung und Bootseinweisung auf große Fahrt gehen. Die Reviere, in denen man ein Hausboot mieten kann, sind dabei vielfältig und eignen sich sowohl für den mehrwöchigen Booturlaub als auch für einen kurzen Wochenendtrip auf dem Wasser.

Mecklenburgische Seenplatt: Hausboot Revier Nr. 1

Denkt man daran, ein Hausboot zu mieten, kommt einem wohl zuerst die Mecklenburgische Seenplatte als Revier in den Sinn. Eine Bootsurlaubsregion wie aus dem Bilderbuch: Seen so weit das Auge reicht; dazu zahllose Gelegenheiten für spannende Landgänge. Einen Teil des Reviers bilden die Oberseen. Bestehend aus der Müritz – Deutschlands größter Binnensee – und vier weiteren Seen, die nordwestlich von ihr tiefblau in der Landschaft liegen (Kölpinsee, Fleesensee, Malochower See, Plauer See). Die Hafeninfrastruktur ist hervorragend, sodass Spaziergängen durch Müritz-Orte wie Waren oder Röbel sowie einer Radtour durch den Müritz-Nationalpark nichts im Wege steht.

Das Hausboot Revier in der Mecklenburgische Seenplatte in Brandenburg und Mecklenburg ist ein Eldorado für Hausboote. Seen und Flüsse reihen sich aneinader. Wie hier in der Kleinseenplatte wo ein Boot von einem See zum anderen durch einen Kanal, umgeben von dichtem Wald, fährt.

See, Fluss, See, Fluss…: Das ist die Mecklenburgische Seenplatte.

Warum die Region auch „Land der Tausend Seen“ genannt wird, geht zu einem Großteil auf das Konto der Kleinseenplatte. Über den Oberlauf der Havel und die Müritz-Havel-Wasserstraße sind die Gewässer miteinander verbunden und bieten so beste Bedingungen fürs Seen-Hopping. An den Ufern erheben sich einstige Adelsresidenzen: Fürstenberg, Neustrelitz, Rheinsberg und Mirow. Beim Stadtbummel begegnen einem daher hier an jeder Ecke historische Bauten. Ebenfalls traumhaft: Lychen und Himmelpfort und die Seen, die diese malerischen Orte umgeben. Zudem ist die Kleinseenplatte ein Erlebnisrevier für Kanuwanderer. Verschiedene Nebengewässer – zum Beispiel die Schwaanhavel – sind allein den muskelbetriebenen Gefährten vorbehalten.

Obere Havel: Mehr als ein Revier nahe Berlin

Die Obere Havel ist ein Revier, das sich in etwa von Fürstenberg bis hinunter zur Spandauer Schleuse in Berlin erstreckt. Unterwegs gibt es viel zu erleben: die Seenkette der Uckermark rund um Templin, die Tonstichlandschaft nördlich von Zehdenick (Unbedingt den Ziegeleipark Mildenberg besuchen!), Oranienburg mit seinem sehenswerten Schloss und Park. Wer etwas Zeit mitbringt, sollte ein paar Abstecher einplanen. Zum Beispiel ab Liebenwalde eine Fahrt auf dem Langen Trödel bzw. dem Finowkanal oder die Erkundung des Werbellinsees.

Ruppiner Seenlan: Das unterschätze Hausboot Revier

Der Norden Brandenburgs ist ein Traumrevier für Hausbooturlaub. Idealer Startpunkt für eine einwöchige Tour ist Rheinsberg. Von hier aus geht es über den idyllischen Rhin südwärts bis zur Fontanestadt Neuruppin und weiter nach Wustrau, Fehrbellin und Kremmen. Ab und an vom Wasserweg abzukommen, lohnt sich. Unter anderem Richtung Lindow, einer pittoresken Kleinstadt, die von drei Seen umflossen wird.

Berlin: Hausboot Revier für Profis

Berlin ist wie gemacht dafür, Städtereise und Hausbootferien miteinander zu verbinden. Denn verschiedene Kanäle und die Flüsse Spree, Havel und Dahme durchfließen die deutsche Hauptstadt. Allerdings brauchen Kapitäne hier einen Sportbootführerschein und sollten sich auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch Berufs- und Fahrgastschifffahrt einstellen. Was einem unterwegs geboten wird, ist unvergesslich: Regierungsviertel, Museumsinsel, Großer Wannsee, Müggelsee – so gut wie alles, wofür Berlin bekannt ist, kann per Hausboot entdeckt werden. Hunderte Häfen und Stege stehen für Zwischenstopps bereit. Ideal für eine Sightseeing-Tour sind die zahlreichen kostenlosen 24-Stunden-Liegestellen in der City. Jenseits davon warten aber auch Ecken, in denen man kaum glauben kann, dass sie eigentlich noch zur Großstadt gehören. Die Rüdersdorfer Gewässer zum Beispiel. Oder Fjord-ähnliche Gegend zwischen Grünau und Schmöckwitz.

Dahme-Seenland: Revier für kleinere Hausboote

Hausboot auf einem See im Dahme-Seenland.

Wasser so weit das Auge reicht im Dahme-Seenland.

Das Dahme-Seenland liegt südöstlich von Berlin und beginnt bei Zeuthen. Führerscheinfreiheit gilt ab Königs Wusterhausen. Geprägt wird die Landschaft durch schnuckelige Wassergrundstücke, Kiefernwälder und Wiesen. Am Wasserstraßenkreuz Prieros hat man die Wahl: Weiter südwärts, Backbord Richtung Storkower Gewässer oder Steuerbord zu den Teupitzer Gewässern.

Potsdam & Havelland

An der Spandauer Stadtschleuse beginnt die Untere Havel, die sich bis nach Havelberg schlängelt und dort in die Elbe mündet. Zunächst jedoch: Potsdam. An historischen Schlössern und Parks der Hohenzollern fließt der Fluss hier vorbei, weitet sich immer wieder auf zu Seen und erreicht schließlich die Obstanbaumetropole Werder. Dahinter mäandert die Havel durch eine herrlich ruhige und urwüchsige Landschaft bis zur über 1000-jährigen Stadt Brandenburg.

Europaweit

Wie hier am Canal du Midi ist Urlaub auf einem gemieteten Hausboot in ganz Europa möglich.

Sonnenuntergang über dem Canal du Midi im Süden Frankreichs

Ein Hausboot mieten, kann man jedoch nicht nur in deutschen Revieren. Auch jenseits der Landesgrenzen gibt es traumhafte Reviere, die auf Hausbooturlauber warten. In den Niederlanden sind die Friesische Seenplatte und Südholland mit Amsterdam ein Muss; Frankreich lässt sich unter anderem auf dem Canal du Midi im Süden, im Elsass oder im Burgund von der Wasserseite aus erkunden. In Irland, Schottland und England geht es durch tiefgrüne Natur und vorbei an mystischen Schlössern. Oder wie wär’s mit Italien und einer Bootsfahr durch die venezianische Lagune? Oder mit Polen und seiner traumhaft schönen Masurischen Seenplatte?

Revier auswählen – und Hausboot mieten 

Ob Hausboot, Motoryacht oder Floß: Über unsere Online-Suche findet sich garantiert das ideale schwimmende Gefährt für Ihren nächsten Urlaub auf dem Wasser. Vielfach auch ohne Führerschein.