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Natur im Rausch

Natur im Rausch

Ein Bootsabenteuer auf den südöstlichen Gewässern Brandenburgs – mit kulinarischen Abstechern

Lesedauer des Beitrags: 2 Minuten

Grenzenlos viel Wasser. Seen mit lauschigen Ankerbuchten. Flüsse kurvenreich und schmal. Aus der Metropole Berlin bis in die Natur Brandenburgs. Eingebettet in breite Schilfgürtel, ausgedehnte Wälder, sandige Böden, weite Felder. Unzählige Grün-Nuancen. Verträumte Orte an Ufern. Bunte Laubenlandparzellen an Kanälen. Singende Vögel. Springende Fische. So ist die südöstliche Wasserlandschaft Brandenburgs.

Das Dahme-Seenland und die Storkower Gewässer liegen zu großen Teilen im Naturpark Dahme-Heideseen. Sie bieten rund 100 Kilometer schiffbare Wasserwege und locken mit einer reizvollen Mischung aus Flüssen, Kanälen und mehr als 70 Seen. Darunter der schönste und zweitgrößte Brandenburgs: der Scharmützelsee. Theodor Fontane nannte ihn Märkisches Meer aufgrund seiner großen Ausdehnung vor den Ufern seiner kleinen Anrainerorte.

Die Region bietet beste Bedingungen für das Wasserwandern. Vor allem unter der Woche ist der Schiffsverkehr auf den südöstlichen Gewässern eher mäßig. Es gibt wenige Schleusen, die Teupitzer Gewässer im Dahme-Seenland sind gar schleusenfrei.

Alle Strecken sind Einbahnstraßen, auf denen man bis an ihr Ende und wieder zurückschippern kann. Diese up-and-down-Kurse sind keineswegs langweilig, da man sich an der Natur schlichtweg nicht sattsehen kann. Die Wasserwege führen oft vorbei an Naturschutzzonen und Fischernetzen sowie über betonntes Fahrwasser. Genaues Beobachten, aufmerksames Wasserkartenlesen und umsichtiges Fahren sind wichtig. Jenseits der roten und grünen Fahrwassertonnen kann es schon mal unter einem Meter flach und im Sommer auf dem Grund verkrautet sein.

Bootstour Dahme-Seenland, Teupitzer Gewässer, Storkower Gewässer, Scharmützelsee © Magazin Seenland
Teupitz: Großer Steg und wenig Betrieb – Anlanden lohnt ob der guten landseitigen Infrastruktur mit Restaurants und Geschäften.

Marinas und Anlegestellen laden ein, Brandenburg zu erobern. Gut ausgebaute und miteinander vernetzte Rad- und Wanderwege locken zum Bewegungsausgleich jenseits der Reling.

Die südöstliche Wasserlandschaft Brandenburgs ist berauschend schön. Sie ist für jeden leicht erreichbar und dennoch ein Geheimtipp. Insbesondere für Naturliebhaber, Genießer, Familien, weniger erfahrene Skipper und vor allem für Wassersportneueinsteiger.

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Dahme-Seenland und Teupitzer Gewässer

Zwischen Zeesener, Krimnick- und Krüpelsee liegt Senzig. Anlegen kann man am Südufer des Krüpelsees bei der Bootsstandvermietung Hellwig (km 11,60), Tel. (033 75) 90 14 22, und an der längsten Binnen-Seebrücke Senzig (km 12,20), Tel. (030) 12 09 63 81. Das heutige Freizeiteldorado war von 1906 bis 1963 Verladebrücke für vor Ort hergestellte Sandsteine und danach zeitweilig Ausflugsgaststätte.

Von Senzig ist man schnell in Königs Wusterhausen, das die Einwohner kurz nur KW nennen. Sehenswert ist das Schloss von Friedrich Wilhelm I. mit seinen Kavaliershäusern. Das Dahme-Seenland ist Brandenburgs erste Elektrofahrradregion. Tipps für Landgänge und Ausflüge gibt die Tourist-Information am Bahnhof.

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