Rad: dem Wasser auf zwei Rädern folgen

By Veröffentlich am: 3. August 2026

Wer die brandenburgische Seenplatte mit dem Rad erkundet, hat das Wasser fast immer an seiner Seite. Seen, Flüsse und Kanäle prägen die überwiegend flache Landschaft und eröffnen Ausblicke auf Uferlandschaften, stille Buchten und bewaldete Seen. Badestellen, kleine Häfen und Ausflugslokale laden unterwegs zur Pause ein.

Für Bootsurlauber ist das Rad dabei die ideale Ergänzung zur Tour: Viele Radwege folgen den Wasserstraßen direkt am Ufer entlang und lassen sich von Anlegestellen aus als Tagesausflug starten – ein Perspektivwechsel, der die Region von einer neuen Seite zeigt.

Am Finowkanal – entlang von Industriekultur

Kaum eine andere Radroute verbindet Industriekultur, Technikgeschichte und naturnahe Landschaft so eindrucksvoll wie der Finowkanal, die älteste noch schiffbare künstliche Wasserstraße Deutschlands. Der Oder-Havel-Radweg und die Radrundtour „Natur und Industriekultur“ folgen über weite Strecken dem ehemaligen Treidelweg, auf dem einst Pferde die Lastkähne zogen.

Zwölf Schleusen, alte Brücken und ehemalige Fabrikstandorte erinnern an die wirtschaftliche Bedeutung des Kanals. Höhepunkt der Strecke sind das alte und das neue Schiffshebewerk in Niederfinow. Dank der guten Bahnanbindung in Liebenwalde, Eberswalde und Niederfinow lässt sich die Route flexibel planen und in individuellen Etappen fahren.

Werbellinsee und Schorfheide – Wasser und Wildnis

Der Werbellinsee zählt mit seinem klaren Wasser, der langgestreckten, fjordähnlichen Form und den bewaldeten Ufern zu den schönsten Seen der Region. Die Rad-Rundtour „Barnim-Dreieck“ verbindet ihn auf einer Rundroute mit dem Finowkanal, dem UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und dem Kloster Chorin – mit Badestellen und Aussichtspunkten unterwegs.

Unmittelbar südöstlich beginnt die Schorfheide, eine der größten zusammenhängenden Waldlandschaften Deutschlands. Verkehrsarme Wege führen durch Kiefernwälder, Moore und Heideflächen; mit etwas Glück lassen sich Kraniche, See- oder Fischadler beobachten.

Entlang der Havel

Havel-Radweg und Radweg Berlin–Kopenhagen erschließen die Seenlandschaft von Norden nach Süden zwischen Fürstenberg/Havel, Zehdenick und Oranienburg. Die Havel begleitet die Strecke nahezu durchgehend, Stadtkerne mit Schlössern und Klöstern ergänzen das Naturerlebnis.

Die flachen, gut ausgebauten Wege eignen sich für Tagestouren ebenso wie für mehrtägige Radreisen – und lassen sich dank guter Bahnanbindung flexibel auch mit einer Bootstour kombinieren.

Historische Städte zwischen Seen und Wäldern

Die FONTANE.RAD-Route und der Stechlinsee-Radweg verbinden historische Stadtkerne wie in Neuruppin, Rheinsberg, Gransee und Kremmen mit Seen und Wäldern des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land.

Die Fontanestadt Neuruppin beeindruckt mit klassizistischem Stadtbild und Promenade am Ruppiner See, Rheinsberg mit barockem Schloss am Grienericksee, Gransee mit einer der ältesten und besterhaltenen Stadtmauern Brandenburgs, Kremmen mit seinem historischen Scheunenviertel.

Radfahren – entspannt und individuell

Ob entspannte Tagestour oder mehrtägige Radreise – die brandenburgische Seenplatte bietet für nahezu jeden Anspruch die passende Strecke. Genussradler profitieren von überwiegend flachen Wegen, ambitionierte Radreisende finden mit den Fernradwegen und dem gut ausgebauten Wegenetz ideale Voraussetzungen für längere Touren.

Die flächendeckende Knotenpunktwegweisung macht die Tourenplanung einfach und flexibel. Routen lassen sich spontan und individuell zusammenstellen, erweitern oder anpassen – mit dem Boot als Ausgangspunkt für neue Entdeckungen an Land.

 

Foto: Julia Nimke

HAFENFÜHRER

Einfach zur perfekten Reiseroute

Hafenportraits mit Plan: Müritz | Havel | Seenplatte | Berlin | Brandenburg

Rad: dem Wasser auf zwei Rädern folgen
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Wer die brandenburgische Seenplatte mit dem Rad erkundet, hat das Wasser fast immer an seiner Seite. Seen, Flüsse und Kanäle prägen die überwiegend flache Landschaft und eröffnen Ausblicke auf Uferlandschaften, stille Buchten und bewaldete Seen. Badestellen, kleine Häfen und Ausflugslokale laden unterwegs zur Pause ein.

Für Bootsurlauber ist das Rad dabei die ideale Ergänzung zur Tour: Viele Radwege folgen den Wasserstraßen direkt am Ufer entlang und lassen sich von Anlegestellen aus als Tagesausflug starten – ein Perspektivwechsel, der die Region von einer neuen Seite zeigt.

Am Finowkanal – entlang von Industriekultur

Kaum eine andere Radroute verbindet Industriekultur, Technikgeschichte und naturnahe Landschaft so eindrucksvoll wie der Finowkanal, die älteste noch schiffbare künstliche Wasserstraße Deutschlands. Der Oder-Havel-Radweg und die Radrundtour „Natur und Industriekultur“ folgen über weite Strecken dem ehemaligen Treidelweg, auf dem einst Pferde die Lastkähne zogen.

Zwölf Schleusen, alte Brücken und ehemalige Fabrikstandorte erinnern an die wirtschaftliche Bedeutung des Kanals. Höhepunkt der Strecke sind das alte und das neue Schiffshebewerk in Niederfinow. Dank der guten Bahnanbindung in Liebenwalde, Eberswalde und Niederfinow lässt sich die Route flexibel planen und in individuellen Etappen fahren.

Werbellinsee und Schorfheide – Wasser und Wildnis

Der Werbellinsee zählt mit seinem klaren Wasser, der langgestreckten, fjordähnlichen Form und den bewaldeten Ufern zu den schönsten Seen der Region. Die Rad-Rundtour „Barnim-Dreieck“ verbindet ihn auf einer Rundroute mit dem Finowkanal, dem UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und dem Kloster Chorin – mit Badestellen und Aussichtspunkten unterwegs.

Unmittelbar südöstlich beginnt die Schorfheide, eine der größten zusammenhängenden Waldlandschaften Deutschlands. Verkehrsarme Wege führen durch Kiefernwälder, Moore und Heideflächen; mit etwas Glück lassen sich Kraniche, See- oder Fischadler beobachten.

Entlang der Havel

Havel-Radweg und Radweg Berlin–Kopenhagen erschließen die Seenlandschaft von Norden nach Süden zwischen Fürstenberg/Havel, Zehdenick und Oranienburg. Die Havel begleitet die Strecke nahezu durchgehend, Stadtkerne mit Schlössern und Klöstern ergänzen das Naturerlebnis.

Die flachen, gut ausgebauten Wege eignen sich für Tagestouren ebenso wie für mehrtägige Radreisen – und lassen sich dank guter Bahnanbindung flexibel auch mit einer Bootstour kombinieren.

Historische Städte zwischen Seen und Wäldern

Die FONTANE.RAD-Route und der Stechlinsee-Radweg verbinden historische Stadtkerne wie in Neuruppin, Rheinsberg, Gransee und Kremmen mit Seen und Wäldern des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land.

Die Fontanestadt Neuruppin beeindruckt mit klassizistischem Stadtbild und Promenade am Ruppiner See, Rheinsberg mit barockem Schloss am Grienericksee, Gransee mit einer der ältesten und besterhaltenen Stadtmauern Brandenburgs, Kremmen mit seinem historischen Scheunenviertel.

Radfahren – entspannt und individuell

Ob entspannte Tagestour oder mehrtägige Radreise – die brandenburgische Seenplatte bietet für nahezu jeden Anspruch die passende Strecke. Genussradler profitieren von überwiegend flachen Wegen, ambitionierte Radreisende finden mit den Fernradwegen und dem gut ausgebauten Wegenetz ideale Voraussetzungen für längere Touren.

Die flächendeckende Knotenpunktwegweisung macht die Tourenplanung einfach und flexibel. Routen lassen sich spontan und individuell zusammenstellen, erweitern oder anpassen – mit dem Boot als Ausgangspunkt für neue Entdeckungen an Land.

 

Foto: Julia Nimke