6 Tipps für Booturlaub mit Kindern

Von |5,3 Minuten Lesezeit|1069 Wörter|Veröffentlicht am: 11. Mai 2022|
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Bootsurlaub ist auch für Kinder ein unvergessliches Erlebnis und Abenteuer. Damit er dies aber auch wirklich für alle wird, sollten in puncto Bootsgröße, Sicherheit und Unterhaltung ein paar Sachen im Vorfeld bedacht und geplant werden.

1. Das passende Boot wählen 

Ein Hausboot ist keine Wohnung oder kein Eigenheim – hier lebt man für eine bestimmte Zeit auf engem Raum zusammen. Je nach Familiengröße sollte man daher darauf achten, dass jeder seinen Rückzugsort hat, also ausreichend Kajüten mit Schlafplätzen vorhanden sind. Zwar kann bei einigen Modellen die Sitzecke im Salon zu einer Liegefläche umfunktioniert werden, auf Dauer ist das Schlafen, wo sonst gegessen wird, für manche aber nicht so komfortabel. Bei kleineren Kindern ist zudem Barrierefreiheit wichtig. Ideal sind hier sogenannte Bungalowboote, bei denen sich alles auf einer Ebene befindet und es keine steilen Treppen gibt. Ebenfalls bedeutsam für die nötige Sicherheit: Kinderrettungswesten, eine umlaufende Reling (eventuell auch ein Relingnetz) und ein rutschfester Untergrund an Deck. Generell gibt es beim Bootsurlaub mit Kind kein Mindestalter, aber im Hinblick auf die Sicherheit sollte es bereits schwimmen können.

2. Kinder an Bord mithelfen lassen 

Auf einem Hausboot gibt es viel zu tun – und für Kinder ist es das Größte, Teil dieses Abenteuers zu sein und mit anzupacken. An den Zugbrücken und Schleusen können Kinder dem Brückenmann oder Schleuserwärter Geld in den Klingelbeutel werfen. Groß ist die Freude zudem, wenn sie den Fisch für das Abendbrot selbst aus dem Wasser ziehen oder die Aufgabe haben, die Sichtung der nächsten Tonne zu melden. Herrscht wenig Verkehr, kann der Mini-Kapitän auch mal am Steuer stehen. Größere Kinder werden es lieben, beim Schleusen oder Anlegen zu helfen. Selbst aus so etwas auf den ersten Blick Langweiligem wie dem Schrubben des Decks kann mit etwas Fantasie ein Spaß für alle werden. Indem man zum Beispiel einen kleinen Wettbewerb daraus macht. Vielleicht bekommen die Kleinen auch einen neuen Blick aufs Ausräumen. Denn ohne ein gewisses Maß an Ordnung entsteht auf so kleinem Raum rasch ein ausgewachsenes Chaos. Kurz gesagt: Ein Hausbooturlaub kann für ein Kind durchaus ein Lehrstück in Sachen Zusammenhalt sein. Er funktioniert nämlich nur, wenn man als Team handelt.

3. Sich Zeit nehmen statt „Strecke machen“ 

Ja, während eines Urlaubs mit dem Hausboot möchte man möglichst viel sehen. Sind jedoch Kinder an Bord, sollte „Strecke machen“ nicht unbedingt die oberste Priorität haben. Seien Sie flexibel, planen Sie Stopps ein und verzichten Sie unter Umständen lieber auf noch einen Streckenabschnitt. Ist es irgendwo unterwegs besonders schön? Dann Anker werfen und den Moment genießen, ausgiebig baden, Tiere mit dem Fernglas beobachten, im Bestimmungsbuch für Pflanzen und Vögel blättern, mit dem Kescher auf Entdeckungstour gehen, zusammen Knoten knüpfen. Das macht nicht nur Spaß, sondern Kinder können so auch nebenbei jede Menge lernen.

4. Für Abwechslung sorgen 

Booturlaub ist für Kinder schon an sich abwechslungsreich. Jeden Tag ein neues Ziel, hinter jeder Biegung eine neue Landschaft. Trotzdem kann es, da man die meiste Zeit des Tages an Bord ist, natürlich auch mal langweilig werden. Um das zu vermeiden, sollten regelmäßig Landgänge eingeplant werden. Zum Beispiel für eine Wanderung, eine Radtour oder den Besuch einer kindgerechten Sehenswürdigkeit in Wassernähe. Im Reisemagazin Seenland finden Sie eine Vielzahl an Ausflugstipps für Mecklenburg und Brandenburg.

5. „Schietwetter“-Tage einplanen

Bei gutem Wetter läuft der Urlaub auf dem Hausboot oft wie von selbst. Aber die Sonne scheint nicht immer und bei Regen muss man sich unter Deck verdrücken. Also unbedingt etwas Unterhaltung in der Hinterhand haben. Da es nicht überall Internetempfang gibt, ist man mit DVDs auf der sicheren Seite. Auch Bücher, Utensilien zum Basteln und Malen, Brett- und Gesellschaftsspiele, Spielkarten sowie die Videospielkonsole sollten eingepackt werden. Oft benötigt man für eine kurzweilige Unterhaltung aber nicht viel mehr als Fantasie und ein paar wenige Requisiten. Hier ein paar Spiele-Tipps für den Bootsurlaub mit Kindern:

Löffelspiel

Für dieses Spiel benötigt man lediglich drei Löffel, wenn man zu viert spielt. An einem regnerischen Tag setzt man sich im Hausboot zusammen an einen Tisch und in der Mitte des Tisches werden die drei Löffel gelegt. Nun muss ein Auserwählter eine Geschichte erzählen, er selbst spielt nicht mit. Sobald in der Geschichte das Wort „Löffel“ vorkommt, muss sich jeder einen Löffel greifen. Wer keinen Löffel erwischt, scheidet aus. Sieger des Spiels ist, wer den letzten Löffel greifen konnte.

Stille Post

Macht man mit mehreren Kindern Hausbooturlaub, kann man ihnen zum Zeitvertreib dieses Spiel vorschlagen. Dabei stellen sich alle Kinder in einer Reihe hintereinander auf und das erste Kind in der Reihe flüstert seinem Vordermann ein Wort oder einen Satz ins Ohr. Das geht nun die Reihe entlang, bis das letzte Kind den Satz oder das Wort laut ausspricht. Meist kommt nie das Wort heraus, dass es am Anfang gesagt wurde. Ein unheimlicher Spaß.

Wer oder was bin ich?

Bei diesem Spiel ist es egal, wie viele Mitspieler es gibt. Je mehr mitmachen, desto lustiger ist es. Ein Spieler denkt sich ein berühmtes Denkmal, einen Star oder Film aus, den er darstellen möchte. Die anderen Mitspieler raten nun der Reihe nach, wer oder was der Spieler ist, indem sie ihn Fragen stellen, die auf die Antwort hinweisen könnten.

Melodien raten

Für musikalische Familien sicher kein Problem und sehr unterhaltsam: Um sich die Zeit während des Bootsurlaubs mit Kindern zu vertreiben, kann man reihum Melodien von bekannten Liedern, Serien oder Filmen summen oder trällern. Wer die Melodie richtig errät, kann die nächste anstimmen.

6. Auch die Eltern haben Urlaub 

Jede Familie funktioniert natürlich anders und hat ihre eigenen Regeln. Damit der Bootsurlaub mit Kindern für beide Elternteile jedoch erholsam ist, sollte man die Aufgaben gerecht verteilen und sich abwechseln. Denn steuert der eine Part den ganzen Tag das Hausboot und überlässt dem anderen die „Kinder-Bespaßung“, das Kochen und Aufräumen, führt das unter Umständen zu Frust. Zudem dürfen sich Kinder auch ruhig mal ein wenig langweilen. Oft entwickeln sie dadurch eigene Ideen zur Beschäftigung. Vergegenwärtigen Sie sich ab und zu: Auch Sie haben Urlaub und haben sich etwas Zeit für sich verdient.

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Bootsurlaub ist auch für Kinder ein unvergessliches Erlebnis und Abenteuer. Damit er dies aber auch wirklich für alle wird, sollten in puncto Bootsgröße, Sicherheit und Unterhaltung ein paar Sachen im Vorfeld bedacht und geplant werden.

1. Das passende Boot wählen 

Ein Hausboot ist keine Wohnung oder kein Eigenheim – hier lebt man für eine bestimmte Zeit auf engem Raum zusammen. Je nach Familiengröße sollte man daher darauf achten, dass jeder seinen Rückzugsort hat, also ausreichend Kajüten mit Schlafplätzen vorhanden sind. Zwar kann bei einigen Modellen die Sitzecke im Salon zu einer Liegefläche umfunktioniert werden, auf Dauer ist das Schlafen, wo sonst gegessen wird, für manche aber nicht so komfortabel. Bei kleineren Kindern ist zudem Barrierefreiheit wichtig. Ideal sind hier sogenannte Bungalowboote, bei denen sich alles auf einer Ebene befindet und es keine steilen Treppen gibt. Ebenfalls bedeutsam für die nötige Sicherheit: Kinderrettungswesten, eine umlaufende Reling (eventuell auch ein Relingnetz) und ein rutschfester Untergrund an Deck. Generell gibt es beim Bootsurlaub mit Kind kein Mindestalter, aber im Hinblick auf die Sicherheit sollte es bereits schwimmen können.

2. Kinder an Bord mithelfen lassen 

Auf einem Hausboot gibt es viel zu tun – und für Kinder ist es das Größte, Teil dieses Abenteuers zu sein und mit anzupacken. An den Zugbrücken und Schleusen können Kinder dem Brückenmann oder Schleuserwärter Geld in den Klingelbeutel werfen. Groß ist die Freude zudem, wenn sie den Fisch für das Abendbrot selbst aus dem Wasser ziehen oder die Aufgabe haben, die Sichtung der nächsten Tonne zu melden. Herrscht wenig Verkehr, kann der Mini-Kapitän auch mal am Steuer stehen. Größere Kinder werden es lieben, beim Schleusen oder Anlegen zu helfen. Selbst aus so etwas auf den ersten Blick Langweiligem wie dem Schrubben des Decks kann mit etwas Fantasie ein Spaß für alle werden. Indem man zum Beispiel einen kleinen Wettbewerb daraus macht. Vielleicht bekommen die Kleinen auch einen neuen Blick aufs Ausräumen. Denn ohne ein gewisses Maß an Ordnung entsteht auf so kleinem Raum rasch ein ausgewachsenes Chaos. Kurz gesagt: Ein Hausbooturlaub kann für ein Kind durchaus ein Lehrstück in Sachen Zusammenhalt sein. Er funktioniert nämlich nur, wenn man als Team handelt.

3. Sich Zeit nehmen statt „Strecke machen“ 

Ja, während eines Urlaubs mit dem Hausboot möchte man möglichst viel sehen. Sind jedoch Kinder an Bord, sollte „Strecke machen“ nicht unbedingt die oberste Priorität haben. Seien Sie flexibel, planen Sie Stopps ein und verzichten Sie unter Umständen lieber auf noch einen Streckenabschnitt. Ist es irgendwo unterwegs besonders schön? Dann Anker werfen und den Moment genießen, ausgiebig baden, Tiere mit dem Fernglas beobachten, im Bestimmungsbuch für Pflanzen und Vögel blättern, mit dem Kescher auf Entdeckungstour gehen, zusammen Knoten knüpfen. Das macht nicht nur Spaß, sondern Kinder können so auch nebenbei jede Menge lernen.

4. Für Abwechslung sorgen 

Booturlaub ist für Kinder schon an sich abwechslungsreich. Jeden Tag ein neues Ziel, hinter jeder Biegung eine neue Landschaft. Trotzdem kann es, da man die meiste Zeit des Tages an Bord ist, natürlich auch mal langweilig werden. Um das zu vermeiden, sollten regelmäßig Landgänge eingeplant werden. Zum Beispiel für eine Wanderung, eine Radtour oder den Besuch einer kindgerechten Sehenswürdigkeit in Wassernähe. Im Reisemagazin Seenland finden Sie eine Vielzahl an Ausflugstipps für Mecklenburg und Brandenburg.

5. „Schietwetter“-Tage einplanen

Bei gutem Wetter läuft der Urlaub auf dem Hausboot oft wie von selbst. Aber die Sonne scheint nicht immer und bei Regen muss man sich unter Deck verdrücken. Also unbedingt etwas Unterhaltung in der Hinterhand haben. Da es nicht überall Internetempfang gibt, ist man mit DVDs auf der sicheren Seite. Auch Bücher, Utensilien zum Basteln und Malen, Brett- und Gesellschaftsspiele, Spielkarten sowie die Videospielkonsole sollten eingepackt werden. Oft benötigt man für eine kurzweilige Unterhaltung aber nicht viel mehr als Fantasie und ein paar wenige Requisiten. Hier ein paar Spiele-Tipps für den Bootsurlaub mit Kindern:

Löffelspiel

Für dieses Spiel benötigt man lediglich drei Löffel, wenn man zu viert spielt. An einem regnerischen Tag setzt man sich im Hausboot zusammen an einen Tisch und in der Mitte des Tisches werden die drei Löffel gelegt. Nun muss ein Auserwählter eine Geschichte erzählen, er selbst spielt nicht mit. Sobald in der Geschichte das Wort „Löffel“ vorkommt, muss sich jeder einen Löffel greifen. Wer keinen Löffel erwischt, scheidet aus. Sieger des Spiels ist, wer den letzten Löffel greifen konnte.

Stille Post

Macht man mit mehreren Kindern Hausbooturlaub, kann man ihnen zum Zeitvertreib dieses Spiel vorschlagen. Dabei stellen sich alle Kinder in einer Reihe hintereinander auf und das erste Kind in der Reihe flüstert seinem Vordermann ein Wort oder einen Satz ins Ohr. Das geht nun die Reihe entlang, bis das letzte Kind den Satz oder das Wort laut ausspricht. Meist kommt nie das Wort heraus, dass es am Anfang gesagt wurde. Ein unheimlicher Spaß.

Wer oder was bin ich?

Bei diesem Spiel ist es egal, wie viele Mitspieler es gibt. Je mehr mitmachen, desto lustiger ist es. Ein Spieler denkt sich ein berühmtes Denkmal, einen Star oder Film aus, den er darstellen möchte. Die anderen Mitspieler raten nun der Reihe nach, wer oder was der Spieler ist, indem sie ihn Fragen stellen, die auf die Antwort hinweisen könnten.

Melodien raten

Für musikalische Familien sicher kein Problem und sehr unterhaltsam: Um sich die Zeit während des Bootsurlaubs mit Kindern zu vertreiben, kann man reihum Melodien von bekannten Liedern, Serien oder Filmen summen oder trällern. Wer die Melodie richtig errät, kann die nächste anstimmen.

6. Auch die Eltern haben Urlaub 

Jede Familie funktioniert natürlich anders und hat ihre eigenen Regeln. Damit der Bootsurlaub mit Kindern für beide Elternteile jedoch erholsam ist, sollte man die Aufgaben gerecht verteilen und sich abwechseln. Denn steuert der eine Part den ganzen Tag das Hausboot und überlässt dem anderen die „Kinder-Bespaßung“, das Kochen und Aufräumen, führt das unter Umständen zu Frust. Zudem dürfen sich Kinder auch ruhig mal ein wenig langweilen. Oft entwickeln sie dadurch eigene Ideen zur Beschäftigung. Vergegenwärtigen Sie sich ab und zu: Auch Sie haben Urlaub und haben sich etwas Zeit für sich verdient.