Kanufahren: Die wichtigsten Begriffe aus der Welt des Paddelns

By |6 min read|1203 words|Published On: 23. August 2019|
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Was ist eigentlich eine Paddelbrücke, wo liegt der Süllrand und wozu braucht man Tropfringe? Beim Kanufahren begegnen einem oft bisher unbekannte Begriffe. Wer bei der nächsten Kanutour, wissen will, was was ist: Hier kommt ein kleines Lexikon nebst ein paar Tipps für sicheres Paddeln. 

Abfall: Fallendes Wasser nach einer Stufe, auch als Wasserfall bezeichnet.
Abschottung: Um das Boot unsinkbar zu machen, sind die Bereiche vor oder hinter dem Cockpit im Kajak mit wasserdichten und rumpfstabilisierenden Stauräumen ausgestattet.
Achtern: Alles, was bei einem Boot hinter der Mitte liegt (vorn ist der Bug, hinten das Heck).
Anlegen: Anlegen und Aussteigen kann beim Kanufahren mitunter zu einer wackeligen Angelegenheit werden. Deshalb: Mit dem Bug gegen die Strömung in möglichst ruhigem Wasser anlegen. Um auszusteigen, muss an flachem Ufer oder Steg mit der einen Hand auf dem Süllrand des Kanus und mit der anderen auf Steg oder Ufer das Boot verlassen werden.

Blatt: Die Fläche am Ende des Paddels, mit der beim Kanufahren ins Wasser eingetaucht wird.
Bug: vorderer Teil des Bootes

Cockpit: Einstiegsluke

Deckbox: Kleine, im Rumpf eingelassene Aufbewahrungsdose im Kajak. Befindet sich in Reichweite des Fahrers.
Doppelpaddel: Paddel mit zwei gegenüberliegenden Blättern zum Bewegen und Steuern eines Kajaks.

Einsteigen: Das ist speziell beim Kajak gar nicht so einfach. Die richtige Technik lässt einen aber trocken bleiben. Mithilfe einer Paddelbrücke (s.u.) und dem Bug gegen die Strömung macht man es richtig.

Freibord: Bereich über der Wasserlinie. Hoher Freibord erhöht die Zuladungskapazität des Kanus, aber auch die Seitenwindanfälligkeit.

Heck: hinterer Teil des Bootes

Joch: Tragevorrichtung im Kanadier

Kajak: Geschlossenes, schmales Paddelboot. Wird mit einem Doppelpaddel angetrieben und gehört zur Untergruppe der Kanus. Gibt es in der Variante für eine oder zwei Person(en).
Kanadier: Offenes Kanu, wird sitzend oder kniend gefahren. Als Paddel kommt das Stechpaddel zum Einsatz. 
Kanten: Auch als Krängen bezeichnet. Aufkanten, wenn der Fahrer das Kanu seitlich neigt, z. B. um das Boot besser zu drehen. Abkanten ist der umgekehrte Vorgang.
Kanu: Oberbegriff für Kajak und Kanadier
Keil: Stütz und/oder Hüftkeile im Cockpit mancher Kajaks
Kentern: Das Umkippen eines Wasserfahrzeugs auf die Seite. Kippt es weiter, sodass es kopfüber schwimmt, spricht man von Durchkentern.
Kennzeichnung: Auf Schifffahrtsstraßen müssen Kanus mit Namen und Heimatort gekennzeichnet sein. Im Inneren des Bootes sollen außerdem Name und Anschrift des Eigners zu lesen sein. 
Knoten: In der Schifffahrt wird die Geschwindigkeit in Knoten gemessen. 1 Knoten(kn) = 1 Seemeile/h = 1,852 km/h.

Länge über alles (L.ü.a.): maximale Länge eines Bootes, vom vordersten bis zum hintersten festen Punkt einschließlich aller Überhänge
Längsspant: längsseitig tragendes Bauteil zur Stabilisierung des Rumpfes

Motorboote: Gegenüber Wasserskistrecken, Motor- und Segelbooten sollten Kanuten stets weiträumig Abstand halten. Die Devise lautet: Kanufahren = defensiv fahren. Größere Wellen nimmt man am besten im rechten Winkel von vorn. Vor allem auf Bundeswasserstraßen ist es ratsam, außerhalb der betonnten Fahrwasser zu paddeln.

Packsack/-tonne: Wasserdichter Transportbehälter speziell fürs Kanufahren. Sollte per Leine gesichert werden.  
Paddel: Damit wird das Kanu angetrieben. 
Paddelsicherung: Leine, die das Paddel mit dem Boot verbindet. Alternativ kann auch ein Reservepaddel mitgenommen werden.
Paddeldrehung: Dient der Verringerung des Luftwiderstandes des durch die Luft geführten Blatts. Die Kröpfung/Schränkung eines Doppelpaddels führt dazu, dass das Paddel beim Eintauchen immer passend gedreht werden muss.
Paddelbrücke: Einstiegstechnik, bei der das Paddel rechtwinkelig an den Süllrand des Kajaks gelegt und so stabilisierend mit Ufer oder Steg verbunden wird. 

Rettungsweste: Auch wenn man des Schwimmens und Kanufahrens mächtig ist: Eine Rettungsweste sollte immer getragen werden. Im Ernstfall rettet dies Leben und verhindert beim Mann-über-Bord-Manöver, dass das Schwimmen mit Kleidung und Schuhen zur Tortur wird.
Rücklauf: Stark gegen den Strom fließendes Wasser nach einer Stufe in einer Walze. Sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Ein Rücklauf kann sehr gefährlich sein.
Rundspant: runder Kanuboden

Schaft: Stiel des Paddels
Schenkelstützen: Kontaktflächen für die Beine des Fahrers. Sind unter dem Süllrand des Kajaks und geben dem Fahrer einen festen, sicheren Halt im Boot.
Scherlinie: An ihr treffen zwei gegenläufige Strömungen aufeinander. Dies ist ein kenterkritischer Bereich.
Schlag: Bewegung des Paddels durch das Wasser. Man unterscheidet zwischen Vorwärts-, Bogen- und Stützschlag.
Schleuse: In einer Schleuse wird in Fließgewässern der Wasserstand reguliert. Dabei kann hoch- und runtergeschleust werden. In Schleusen fahren Kanus immer zuletzt ein, also nach Motor- und Segelbooten. Es sollte Abstand zu den Schleusentoren sowie Schiffen gehalten werden. Zum Festhalten werden die Griffe oder Leitern in der Schleusenkammergenutzt. Niemals das Boot anbinden!
Schwierigkeitsgrade bei Fließgewässern
Zahmwasser I – Gewässer mit max. 4 km/h Fließgeschwindigkeit
Zahmwasser II – man kann gerade noch gegen den Strom paddeln
Zahmwasser III – man kann nicht mehr gegen den Strom paddeln, Hindernisse
Wildwasser I – Hindernisse, kleine Schwälle und Wellen, Durchfahrten gut zu erkennen
Wildwasser II – Hindernisse, Schwälle, Wellen, Wirbel, Walzen, Kehren, mittlere Durchfahrten
Wildwasser III – Hindernisse, Wehre, Schwälle, hohe Wellen, Brecher, Wirbel, Kehren, Stufen, schwierig zu erkennende Durchfahrten
ZW I-II gilt als Grenze für Anfänger; WW II bis max. III gilt als Grenze für Wanderkajaks
Seilfähre: Mit Hilfe einer Seilfähre kann ein Fluss überquert werden.
Spitzenbeutel: Auftriebskörper in Bug und Heck; verhindert das Sinken nach dem Kentern.
Spritzdecke: Dient der Abdichtung zwischen Paddler und Boot; besteht meistens aus Nylon oder Neopren.
Stromzunge: Der Hauptströmungsverlauf. An ihr fließt das Wasser ohne Rückstau glatt ab. Die Strömung ist an dieser Stelle am schnellsten und es ist am günstigsten, dort zu fahren
Süllrand: Außenrand des Cockpits; dort wird die Spritzdecke angebracht. 

Treideln: Zieht man das Kanu nahe am Ufer durch das Wasser, nennt man das Treideln. Dies stellt manchmal auch eine Alternative zum Umsetzen dar.
Tropfringe: Verhindern, dass das Wasser beim Paddeln zu den Händen ablaufen kann. Dazu werden Ringe am Schaft eines Doppelpaddels angeschraubt oder aufgezogen.

Umsetzen: Ist eine Passage nicht befahrbar, wird das Kanu umgesetzt. Das heißt, es wird an Land zur nächsten befahrbaren Passage getragen. Es kann auch ein Bootswagen zur Hilfe genommen werden.
Unterschneiden: Überspült Wasser das Deck, spricht man vom Unterschneiden.
Übernachtung: Im Vorfeld einer Tour sollte man sich über Übernachtungsmöglichkeiten informieren. Wildes Campen ist in Deutschland inzwischen in den meisten Bundesländern untersagt. Häufig kann bei Kanuvereinen gezeltet oder im Bootshaus übernachtet werden. Die DKV-Kanustationen sind dafür besonders geeignet. Eine vorherige Anmeldung sollte aber auf jeden Fall erfolgen. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gibt es zudem viele Campingplätze oder Wasserwanderrastplatz in Gewässernähe.

Volumen: Rauminhalt eines Kajaks in Litern

Wasserstand: Der Wasserstand eines Gewässers beeinflusst die Befahrbarkeit und damit auch das Befahrungsrisiko eines Flusses.
Wehre: Ist man kein absoluter Profi, sollten Wehre grundsätzlich nie befahren werden. Auch wenn diese harmlos aussehen, besteht hier hohe Kentergefahr. Also: Immer umtragen!
Wildwasserkajak: Ein sehr wendiges Kajak; es ist kürzer und breiter und hat ein geringeres Volumen. Dafür ist der Geradeauslauf nicht so stabil.
Wriggen: Um den Kanadier seitlich zu bewegen oder das Boot zu stabilisieren, wird mit dem Paddel im Wasser gewedelt.

Zweisitzer: Als Zweisitzer bezeichnet man ein Kajak mit zwei Sitzen, auch Tandemkajak genannt. 

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Kanufahren: Die wichtigsten Begriffe aus der Welt des Paddelns
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Was ist eigentlich eine Paddelbrücke, wo liegt der Süllrand und wozu braucht man Tropfringe? Beim Kanufahren begegnen einem oft bisher unbekannte Begriffe. Wer bei der nächsten Kanutour, wissen will, was was ist: Hier kommt ein kleines Lexikon nebst ein paar Tipps für sicheres Paddeln. 

Abfall: Fallendes Wasser nach einer Stufe, auch als Wasserfall bezeichnet.
Abschottung: Um das Boot unsinkbar zu machen, sind die Bereiche vor oder hinter dem Cockpit im Kajak mit wasserdichten und rumpfstabilisierenden Stauräumen ausgestattet.
Achtern: Alles, was bei einem Boot hinter der Mitte liegt (vorn ist der Bug, hinten das Heck).
Anlegen: Anlegen und Aussteigen kann beim Kanufahren mitunter zu einer wackeligen Angelegenheit werden. Deshalb: Mit dem Bug gegen die Strömung in möglichst ruhigem Wasser anlegen. Um auszusteigen, muss an flachem Ufer oder Steg mit der einen Hand auf dem Süllrand des Kanus und mit der anderen auf Steg oder Ufer das Boot verlassen werden.

Blatt: Die Fläche am Ende des Paddels, mit der beim Kanufahren ins Wasser eingetaucht wird.
Bug: vorderer Teil des Bootes

Cockpit: Einstiegsluke

Deckbox: Kleine, im Rumpf eingelassene Aufbewahrungsdose im Kajak. Befindet sich in Reichweite des Fahrers.
Doppelpaddel: Paddel mit zwei gegenüberliegenden Blättern zum Bewegen und Steuern eines Kajaks.

Einsteigen: Das ist speziell beim Kajak gar nicht so einfach. Die richtige Technik lässt einen aber trocken bleiben. Mithilfe einer Paddelbrücke (s.u.) und dem Bug gegen die Strömung macht man es richtig.

Freibord: Bereich über der Wasserlinie. Hoher Freibord erhöht die Zuladungskapazität des Kanus, aber auch die Seitenwindanfälligkeit.

Heck: hinterer Teil des Bootes

Joch: Tragevorrichtung im Kanadier

Kajak: Geschlossenes, schmales Paddelboot. Wird mit einem Doppelpaddel angetrieben und gehört zur Untergruppe der Kanus. Gibt es in der Variante für eine oder zwei Person(en).
Kanadier: Offenes Kanu, wird sitzend oder kniend gefahren. Als Paddel kommt das Stechpaddel zum Einsatz. 
Kanten: Auch als Krängen bezeichnet. Aufkanten, wenn der Fahrer das Kanu seitlich neigt, z. B. um das Boot besser zu drehen. Abkanten ist der umgekehrte Vorgang.
Kanu: Oberbegriff für Kajak und Kanadier
Keil: Stütz und/oder Hüftkeile im Cockpit mancher Kajaks
Kentern: Das Umkippen eines Wasserfahrzeugs auf die Seite. Kippt es weiter, sodass es kopfüber schwimmt, spricht man von Durchkentern.
Kennzeichnung: Auf Schifffahrtsstraßen müssen Kanus mit Namen und Heimatort gekennzeichnet sein. Im Inneren des Bootes sollen außerdem Name und Anschrift des Eigners zu lesen sein. 
Knoten: In der Schifffahrt wird die Geschwindigkeit in Knoten gemessen. 1 Knoten(kn) = 1 Seemeile/h = 1,852 km/h.

Länge über alles (L.ü.a.): maximale Länge eines Bootes, vom vordersten bis zum hintersten festen Punkt einschließlich aller Überhänge
Längsspant: längsseitig tragendes Bauteil zur Stabilisierung des Rumpfes

Motorboote: Gegenüber Wasserskistrecken, Motor- und Segelbooten sollten Kanuten stets weiträumig Abstand halten. Die Devise lautet: Kanufahren = defensiv fahren. Größere Wellen nimmt man am besten im rechten Winkel von vorn. Vor allem auf Bundeswasserstraßen ist es ratsam, außerhalb der betonnten Fahrwasser zu paddeln.

Packsack/-tonne: Wasserdichter Transportbehälter speziell fürs Kanufahren. Sollte per Leine gesichert werden.  
Paddel: Damit wird das Kanu angetrieben. 
Paddelsicherung: Leine, die das Paddel mit dem Boot verbindet. Alternativ kann auch ein Reservepaddel mitgenommen werden.
Paddeldrehung: Dient der Verringerung des Luftwiderstandes des durch die Luft geführten Blatts. Die Kröpfung/Schränkung eines Doppelpaddels führt dazu, dass das Paddel beim Eintauchen immer passend gedreht werden muss.
Paddelbrücke: Einstiegstechnik, bei der das Paddel rechtwinkelig an den Süllrand des Kajaks gelegt und so stabilisierend mit Ufer oder Steg verbunden wird. 

Rettungsweste: Auch wenn man des Schwimmens und Kanufahrens mächtig ist: Eine Rettungsweste sollte immer getragen werden. Im Ernstfall rettet dies Leben und verhindert beim Mann-über-Bord-Manöver, dass das Schwimmen mit Kleidung und Schuhen zur Tortur wird.
Rücklauf: Stark gegen den Strom fließendes Wasser nach einer Stufe in einer Walze. Sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Ein Rücklauf kann sehr gefährlich sein.
Rundspant: runder Kanuboden

Schaft: Stiel des Paddels
Schenkelstützen: Kontaktflächen für die Beine des Fahrers. Sind unter dem Süllrand des Kajaks und geben dem Fahrer einen festen, sicheren Halt im Boot.
Scherlinie: An ihr treffen zwei gegenläufige Strömungen aufeinander. Dies ist ein kenterkritischer Bereich.
Schlag: Bewegung des Paddels durch das Wasser. Man unterscheidet zwischen Vorwärts-, Bogen- und Stützschlag.
Schleuse: In einer Schleuse wird in Fließgewässern der Wasserstand reguliert. Dabei kann hoch- und runtergeschleust werden. In Schleusen fahren Kanus immer zuletzt ein, also nach Motor- und Segelbooten. Es sollte Abstand zu den Schleusentoren sowie Schiffen gehalten werden. Zum Festhalten werden die Griffe oder Leitern in der Schleusenkammergenutzt. Niemals das Boot anbinden!
Schwierigkeitsgrade bei Fließgewässern
Zahmwasser I – Gewässer mit max. 4 km/h Fließgeschwindigkeit
Zahmwasser II – man kann gerade noch gegen den Strom paddeln
Zahmwasser III – man kann nicht mehr gegen den Strom paddeln, Hindernisse
Wildwasser I – Hindernisse, kleine Schwälle und Wellen, Durchfahrten gut zu erkennen
Wildwasser II – Hindernisse, Schwälle, Wellen, Wirbel, Walzen, Kehren, mittlere Durchfahrten
Wildwasser III – Hindernisse, Wehre, Schwälle, hohe Wellen, Brecher, Wirbel, Kehren, Stufen, schwierig zu erkennende Durchfahrten
ZW I-II gilt als Grenze für Anfänger; WW II bis max. III gilt als Grenze für Wanderkajaks
Seilfähre: Mit Hilfe einer Seilfähre kann ein Fluss überquert werden.
Spitzenbeutel: Auftriebskörper in Bug und Heck; verhindert das Sinken nach dem Kentern.
Spritzdecke: Dient der Abdichtung zwischen Paddler und Boot; besteht meistens aus Nylon oder Neopren.
Stromzunge: Der Hauptströmungsverlauf. An ihr fließt das Wasser ohne Rückstau glatt ab. Die Strömung ist an dieser Stelle am schnellsten und es ist am günstigsten, dort zu fahren
Süllrand: Außenrand des Cockpits; dort wird die Spritzdecke angebracht. 

Treideln: Zieht man das Kanu nahe am Ufer durch das Wasser, nennt man das Treideln. Dies stellt manchmal auch eine Alternative zum Umsetzen dar.
Tropfringe: Verhindern, dass das Wasser beim Paddeln zu den Händen ablaufen kann. Dazu werden Ringe am Schaft eines Doppelpaddels angeschraubt oder aufgezogen.

Umsetzen: Ist eine Passage nicht befahrbar, wird das Kanu umgesetzt. Das heißt, es wird an Land zur nächsten befahrbaren Passage getragen. Es kann auch ein Bootswagen zur Hilfe genommen werden.
Unterschneiden: Überspült Wasser das Deck, spricht man vom Unterschneiden.
Übernachtung: Im Vorfeld einer Tour sollte man sich über Übernachtungsmöglichkeiten informieren. Wildes Campen ist in Deutschland inzwischen in den meisten Bundesländern untersagt. Häufig kann bei Kanuvereinen gezeltet oder im Bootshaus übernachtet werden. Die DKV-Kanustationen sind dafür besonders geeignet. Eine vorherige Anmeldung sollte aber auf jeden Fall erfolgen. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gibt es zudem viele Campingplätze oder Wasserwanderrastplatz in Gewässernähe.

Volumen: Rauminhalt eines Kajaks in Litern

Wasserstand: Der Wasserstand eines Gewässers beeinflusst die Befahrbarkeit und damit auch das Befahrungsrisiko eines Flusses.
Wehre: Ist man kein absoluter Profi, sollten Wehre grundsätzlich nie befahren werden. Auch wenn diese harmlos aussehen, besteht hier hohe Kentergefahr. Also: Immer umtragen!
Wildwasserkajak: Ein sehr wendiges Kajak; es ist kürzer und breiter und hat ein geringeres Volumen. Dafür ist der Geradeauslauf nicht so stabil.
Wriggen: Um den Kanadier seitlich zu bewegen oder das Boot zu stabilisieren, wird mit dem Paddel im Wasser gewedelt.

Zweisitzer: Als Zweisitzer bezeichnet man ein Kajak mit zwei Sitzen, auch Tandemkajak genannt.