Revier-Überblick: Hausboot mieten und Potsdam und das Havelland entdecken

Von |5,1 Minuten Lesezeit|994 Wörter|Veröffentlicht am: 23. Juni 2022|
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Zwischen Rathenow, Brandenburg an der Havel und Potsdam erstreckt sich ein europaweit einzigartiges Binnengewässer-System. Die Untere Havel bildet hier auf einer Länge von insgesamt über 180 Flusskilometern das Revier der „Potsdamer und Brandenburger Havelseen“. Kaum eine andere Region Deutschlands bietet dabei solch eine gelungene Verbindung aus kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten, breitem Wassersportangebot und naturbelassener Landschaft mit über 40 Seen. Ein Hausboot mieten kann man vielerorts, denn zahlreiche Charterunternehmen haben sich zwischen Potsdam und Rathenow angesiedelt.

Potsdam und das Havelland auf einen Blick

Rathenow – Potsdam/Berlin-Spandau
Länge: ca. 113 Kilometer
Niedrigste Brücken: Brandenburger Stadtkanal 2,71 Meter
Schleusen: 3 (Vorstadtschleuse Rathenow, Bahnitz, Vorstadtschleuse Brandenburg)

Von Rathenow nach Plaue

Die Städte am Ufer der Unteren Havel zeugen von der Blütezeit Preußens, als im Havelland viele neue Techniken entwickelt und erprobt wurden. In Rathenow stand die Wiege der Optik, nicht weit, in Stölln, unternahm Otto Lilienthal erste Flugversuche. In Rathenow fließt die Havel direkt durch das Stadtzentrum; hier lohnt sich ein Abstecher über die Rathenower Havel und den Stadtkanal. Dabei ist statt der Haupt- die Stadtschleuse Rathenow zu passieren. Letztere ist allerdings nur während der Saison geöffnet, sollte aber vorrangig genutzt werden, da die Hauptschleuse Schrägwände besitzt und das Schleusen daher recht umständlich und nicht immer ungefährlich ist. Gastliegeplätze befinden sich an der ehemaligen Badeanstalt sowie im Stadthafen.

Immer wieder warten Häfen entlang der Havel

Weiter auf der Strecke bildet der Fluss den Abzweig zur Mögeliner Havel. Vom Befahren dieser Wasserstraße wird jedoch abgeraten, da eine Wirtschaftsfähre das Fahrwasser versperrt. Zwischen Pritzerbe und Plaue erfährt die Havel dann eine wundersame Wandlung: Wer dem Fluss stromaufwärts bis Pritzerbe folgt, befährt einen gewundenen Wasserweg, der durch Naturschutzgebiete führt. Oberhalb von Pritzerbe macht die Havel dann einen Knick von 90 Grad und präsentiert sich bis Plaue als Seenkette. Besonders der Pritzerbener See ist ideal zum Angeln und Baden. Allerdings ist er nicht betonnt. Bei einer Wassertiefe von etwa 1,30 Metern sollte man daher genau loten und langsam fahren.

Von Plaue bis Brandenburg an der Havel

Auch der Plauer See und seine Geschwister Breitlings-, Möser- und Quenzsee sind recht flach, wegen ihrer landschaftlichen Schönheit jedoch zur Durchfahrt und für einen Zwischenstopp bestens geeignet. Das betonnte bzw. bespickte Fahrwasser sollte allerdings nicht verlassen werden. Am Plauer See können Boote mit niedrigem Aufbau die im Süden einmündende Havel ansteuern (2,71 Meter hohe Brücke) und direkt durch die Brandenburger Innenstadt fahren. Höhere Boote nutzen den Silokanal. Wo sich Havel und Silokanal wieder treffen, besteht die Möglichkeit zum Beetzsee mit seiner traditionsreichen Regattastrecke abzuzweigen. Er zieht sich auf 18 Kilometern entlang von bewaldeten Ufern mit schönen Buchten und ist bei passendem Wind ein ideales Revier für Segler. Besonderer Tipp zum Ankern und Baden: die kleine Insel nördlich der Regattastrecke. Am Ende des Sees in Präwesin befindet sich ein Hotel mit Gastliegeplätzen.

Von Brandenburg an der Havel bis Potsdam

Hinter Brandenburg zweigt die Untere Havel-Wasserstraße in den „Steinbruch“ ab – ein Nebenarm, der für den Sportbootverkehr allerdings gesperrt ist. Unweit davon ein weiterer Abzweig: Der Emster Kanal, der nach Lehnin und zu dem Natur- und Vogelschutzgebiet der Emster Gewässer führt. Diese haben eine Tauchtiefe von weniger als einem Meter und sind daher nur von flachgehenden Booten (ohne Motor) befahrbar.

Wer Brandenburg als Ausgangspunkt seiner Wasserwanderung nimmt, hat eine durchgängige, schleusenfreie Strecke vor sich. Dafür säumen umso mehr unberührte Natur und verträumte Ortschaften die Ufer. Neben Groß Kreutz ist der über 800 Jahre alte Fischerort Ketzin eine solche – eingebettet in eine Bruchlandschaft mit zahlreichen Seenketten, ausgedehnten Wäldern, Feuchtwiesen und Auen. Enge, verwinkelte Gassen und denkmalgeschützten Gebäude bestimmen das Ortsbild. Wer direkt nach Ketzin möchte, nutzt das betonnte Nebenfahrwasser der Ketziner Havel. Sie hat eine Länge von 3,55 Kilometer und die Wassertiefen liegen bei 1,40 Meter. Das Hauptfahrwasser verläuft über den Dammgraben.

Ins Wochend-Revier der Großstädter

Bei Paretz hat der Freizeitskipper die Qual der Wahl. So kann er der Unteren Havel-Wasserstraße folgen, die wenig später ein kleines Teilstück im Sacrower-Paretzer-Kanal verläuft. Danach geht es vorbei am Lehnitz- und durch den Jungfernsee. Diesen passiert, weitet sich die Havel weitflächig auf und führt auf diese Weise bis nach Berlin-Spandau. Die Nähe zur Großstadt ist hier wieder zu spüren: Fahrgastschiffe und Fähren, schnittig-schnelle Motor- und Segelboote frequentieren das Gewässer. Auf der Höhe Kladow besteht zudem die Möglichkeit steuerbord in den Großen Wannsee einzubiegen und von dort aus in Richtung Potsdam oder Berliner Süden weiterzufahren.

Blick in die Kamera und auf die Sacrower Heilandskirche

Die alternative Route führt ab Paretz südwärts die Potsdamer Havel entlang. Nach dem Passieren des Kleinen und Großen Zernsees erreicht man schließlich Werder (Havel). Der Ortsname bedeutet soviel wie „vom Wasser umflossenes Land“ – eine Bezeichnung, die nicht von ungefähr kommt, denn zahlreiche Seen, darunter Schwielowsee und Glindower See, umgeben die Stadt und bilden zusammen mit der Havel ein beliebtes Revier für Segler, Kanu- und Motorbootfahrer, für Surfer, Paraglider und Angler. Ein schöner Wasserwanderrastplatz befindet sich direkt im Zentrum des staatlich anerkannten Erholungsortes. Vom Anleger der auf einer Insel gelegenen Altstadt kann die Reise durch das Havelland noch weiter verlängert werden. Nutzt man die Havel als Wegweiser, eröffnet sich zwischen Petzinsee, Großem Wannsee und Berlin-Spandau ein wunderschönes Wassersportrevier direkt vor den Toren der Hauptstadt. Und dies inklusive ufernahen Sehenswürdigkeiten höchsten Rangs: Örtliches Schloss und Einsteins Sommerhaus in Caputh, Schloss Babelsberg, Sacrower Heilandskirche, Pfaueninsel und Glienicker Brücke in Potsdam beziehungsweise Berlin.

Du willst in Potsdam oder anderswo im Havelland ein Hausboot mieten? 

Dann schau doch einmal bei unserer Online-Suche vorbei. Ob Floß, Hausboot oder Motoryacht: Hier findest du garantiert das ideale schwimmende Gefährt für deinen nächsten Urlaub auf dem Wasser. Vielfach auch ohne Führerschein.

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Zwischen Rathenow, Brandenburg an der Havel und Potsdam erstreckt sich ein europaweit einzigartiges Binnengewässer-System. Die Untere Havel bildet hier auf einer Länge von insgesamt über 180 Flusskilometern das Revier der „Potsdamer und Brandenburger Havelseen“. Kaum eine andere Region Deutschlands bietet dabei solch eine gelungene Verbindung aus kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten, breitem Wassersportangebot und naturbelassener Landschaft mit über 40 Seen. Ein Hausboot mieten kann man vielerorts, denn zahlreiche Charterunternehmen haben sich zwischen Potsdam und Rathenow angesiedelt.

Potsdam und das Havelland auf einen Blick

Rathenow – Potsdam/Berlin-Spandau
Länge: ca. 113 Kilometer
Niedrigste Brücken: Brandenburger Stadtkanal 2,71 Meter
Schleusen: 3 (Vorstadtschleuse Rathenow, Bahnitz, Vorstadtschleuse Brandenburg)

Von Rathenow nach Plaue

Die Städte am Ufer der Unteren Havel zeugen von der Blütezeit Preußens, als im Havelland viele neue Techniken entwickelt und erprobt wurden. In Rathenow stand die Wiege der Optik, nicht weit, in Stölln, unternahm Otto Lilienthal erste Flugversuche. In Rathenow fließt die Havel direkt durch das Stadtzentrum; hier lohnt sich ein Abstecher über die Rathenower Havel und den Stadtkanal. Dabei ist statt der Haupt- die Stadtschleuse Rathenow zu passieren. Letztere ist allerdings nur während der Saison geöffnet, sollte aber vorrangig genutzt werden, da die Hauptschleuse Schrägwände besitzt und das Schleusen daher recht umständlich und nicht immer ungefährlich ist. Gastliegeplätze befinden sich an der ehemaligen Badeanstalt sowie im Stadthafen.

Immer wieder warten Häfen entlang der Havel

Weiter auf der Strecke bildet der Fluss den Abzweig zur Mögeliner Havel. Vom Befahren dieser Wasserstraße wird jedoch abgeraten, da eine Wirtschaftsfähre das Fahrwasser versperrt. Zwischen Pritzerbe und Plaue erfährt die Havel dann eine wundersame Wandlung: Wer dem Fluss stromaufwärts bis Pritzerbe folgt, befährt einen gewundenen Wasserweg, der durch Naturschutzgebiete führt. Oberhalb von Pritzerbe macht die Havel dann einen Knick von 90 Grad und präsentiert sich bis Plaue als Seenkette. Besonders der Pritzerbener See ist ideal zum Angeln und Baden. Allerdings ist er nicht betonnt. Bei einer Wassertiefe von etwa 1,30 Metern sollte man daher genau loten und langsam fahren.

Von Plaue bis Brandenburg an der Havel

Auch der Plauer See und seine Geschwister Breitlings-, Möser- und Quenzsee sind recht flach, wegen ihrer landschaftlichen Schönheit jedoch zur Durchfahrt und für einen Zwischenstopp bestens geeignet. Das betonnte bzw. bespickte Fahrwasser sollte allerdings nicht verlassen werden. Am Plauer See können Boote mit niedrigem Aufbau die im Süden einmündende Havel ansteuern (2,71 Meter hohe Brücke) und direkt durch die Brandenburger Innenstadt fahren. Höhere Boote nutzen den Silokanal. Wo sich Havel und Silokanal wieder treffen, besteht die Möglichkeit zum Beetzsee mit seiner traditionsreichen Regattastrecke abzuzweigen. Er zieht sich auf 18 Kilometern entlang von bewaldeten Ufern mit schönen Buchten und ist bei passendem Wind ein ideales Revier für Segler. Besonderer Tipp zum Ankern und Baden: die kleine Insel nördlich der Regattastrecke. Am Ende des Sees in Präwesin befindet sich ein Hotel mit Gastliegeplätzen.

Von Brandenburg an der Havel bis Potsdam

Hinter Brandenburg zweigt die Untere Havel-Wasserstraße in den „Steinbruch“ ab – ein Nebenarm, der für den Sportbootverkehr allerdings gesperrt ist. Unweit davon ein weiterer Abzweig: Der Emster Kanal, der nach Lehnin und zu dem Natur- und Vogelschutzgebiet der Emster Gewässer führt. Diese haben eine Tauchtiefe von weniger als einem Meter und sind daher nur von flachgehenden Booten (ohne Motor) befahrbar.

Wer Brandenburg als Ausgangspunkt seiner Wasserwanderung nimmt, hat eine durchgängige, schleusenfreie Strecke vor sich. Dafür säumen umso mehr unberührte Natur und verträumte Ortschaften die Ufer. Neben Groß Kreutz ist der über 800 Jahre alte Fischerort Ketzin eine solche – eingebettet in eine Bruchlandschaft mit zahlreichen Seenketten, ausgedehnten Wäldern, Feuchtwiesen und Auen. Enge, verwinkelte Gassen und denkmalgeschützten Gebäude bestimmen das Ortsbild. Wer direkt nach Ketzin möchte, nutzt das betonnte Nebenfahrwasser der Ketziner Havel. Sie hat eine Länge von 3,55 Kilometer und die Wassertiefen liegen bei 1,40 Meter. Das Hauptfahrwasser verläuft über den Dammgraben.

Ins Wochend-Revier der Großstädter

Bei Paretz hat der Freizeitskipper die Qual der Wahl. So kann er der Unteren Havel-Wasserstraße folgen, die wenig später ein kleines Teilstück im Sacrower-Paretzer-Kanal verläuft. Danach geht es vorbei am Lehnitz- und durch den Jungfernsee. Diesen passiert, weitet sich die Havel weitflächig auf und führt auf diese Weise bis nach Berlin-Spandau. Die Nähe zur Großstadt ist hier wieder zu spüren: Fahrgastschiffe und Fähren, schnittig-schnelle Motor- und Segelboote frequentieren das Gewässer. Auf der Höhe Kladow besteht zudem die Möglichkeit steuerbord in den Großen Wannsee einzubiegen und von dort aus in Richtung Potsdam oder Berliner Süden weiterzufahren.

Blick in die Kamera und auf die Sacrower Heilandskirche

Die alternative Route führt ab Paretz südwärts die Potsdamer Havel entlang. Nach dem Passieren des Kleinen und Großen Zernsees erreicht man schließlich Werder (Havel). Der Ortsname bedeutet soviel wie „vom Wasser umflossenes Land“ – eine Bezeichnung, die nicht von ungefähr kommt, denn zahlreiche Seen, darunter Schwielowsee und Glindower See, umgeben die Stadt und bilden zusammen mit der Havel ein beliebtes Revier für Segler, Kanu- und Motorbootfahrer, für Surfer, Paraglider und Angler. Ein schöner Wasserwanderrastplatz befindet sich direkt im Zentrum des staatlich anerkannten Erholungsortes. Vom Anleger der auf einer Insel gelegenen Altstadt kann die Reise durch das Havelland noch weiter verlängert werden. Nutzt man die Havel als Wegweiser, eröffnet sich zwischen Petzinsee, Großem Wannsee und Berlin-Spandau ein wunderschönes Wassersportrevier direkt vor den Toren der Hauptstadt. Und dies inklusive ufernahen Sehenswürdigkeiten höchsten Rangs: Örtliches Schloss und Einsteins Sommerhaus in Caputh, Schloss Babelsberg, Sacrower Heilandskirche, Pfaueninsel und Glienicker Brücke in Potsdam beziehungsweise Berlin.

Du willst in Potsdam oder anderswo im Havelland ein Hausboot mieten? 

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