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Hausboot-Urlaub im Herbst

Hausboot-Urlaub im Herbst

7 Gründe dafür und 3 dagegen

Eigentlich ist zwischen März und Oktober immer Saison um ein Hausboot zu mieten. Aber natürlich spielt wie beim Campen beim Urlaub auf dem Boot auch das Wetter eine große Rolle. Aber solange keine natürlichen Barrieren wie durch Eis, Hochwasser oder Niedrigwasser die Fahrt versagen, kommt es auf die innere Einstellung und die Erwartungen an den geplanten Charter-Törn an. Hier sieben Gründe für und drei gegen einen Hausboot-Urlaub im Herbst .

Gründe für einen Hausboot-Urlaub im Herbst:

1. Die beste Reisezeit für Boots-Anfänger

Freie Gastliegeplätze gibt es im Herbst in der Marina am Röblinsee in Fürstenberg /Havel.

Kein Spalier fahren im Hafen unter den Blicken der Bootseigner die im Hafen auf der Lauer liegen. Im Herbst hat noch mehr Zeit und Ruhe auf dem Wasser als sonst. Ob man beim Anlegen ein oder zweimal ansetzt, interessiert niemanden. Jetzt hat man Zeit zum Üben, zum Erfahrung sammeln. Ist der Liegeplatz doch zu eng, egal, es gibt ja noch zwei, drei andere zur Auswahl. Und schafft man es auch bei einer Herbstwindbrise anzulegen, ist man gut gewappnet für das nächste Hausboot mieten im Sommer.

2. Laubfärbung und Pilze

Ein Wald voller Pilze, hier: direkt hinter der Marina der Ferienanlage Inselblick in Zechlin.

Gerade in den kleinen Kanälen leuchtet das Laub in den schönsten Farben. Goldgelb spiegelt sich die Blätterdach in der Wasserfläche. Besonders in den Kanälen zeigt sich das Farbenmeer. Die Sonne scheint nicht immer in voller stärke, durch die alternierende Kraft variieren die Farben umso mehr. Aha-Momente sind während Ihres Hausboot-Urlaubs garantiert.

Ab in die Pilze. Anfang Oktober sprizen die Pilze in der Wäldern Brandenburgs und Mecklenburgs aus dem Boden. Also Pilzführer oder App einstecken und die Körbe füllen. Das geht nur im Herbst.

3. Herbsthimmel und Nebel

Jeden Abend vom Boot aus eine anderes Wolkenschauspiel beobachten.

Der Himmel zeigt wunderbare Wolkenkonstellationen, die in der Weite der Seen den endlosen Himmel zeigen. Abend- und Morgenrot wirken besonders intensiv. Aus dem oftmals feuchtem Wald und klaren Morgenstunden steigt der Nebel über das Wasser. Magische Momente. Auf dem Hausboot schlägt sich die Feuchtigkeit in kleinen Tropfen wieder, während unter Deck der Kaffee zubereitet wird. Frische Morgenluft weckt die Lust auf den Tag.

4. Häfen, Schleusen und Liegeplätze

Leere Schleusen-Wartestelle der Schleuse Wesenberg.

An den Schleusen und in den Häfen herrscht entspannte Ruhe. Auch wenn man später am Nachmittag anreist, ist die Chance auf einen Gastliegeplatz noch gut. Aber nur wenn der Hafenmeister noch da ist …

5. Ruhe

Wer Ruhe sucht, wird auf dem Wasser im Herbst fündig. Nebelschwaden gedanklich nachhängen, die Angel werfen, ein gutes Buch – dafür bleibt jetzt Zeit.

6. Anreise zum Boot

Die klassische Hauptsaison ist vorbei, das die Urlaubsregionen leergefegt. Das hat auch Auswirkungen auf die Straßenlage bei der Anreise. Staus sind höchstens bei in den Herbst gelegten Baustellen zu erwarten. Vor Ort ist die Parkplatzsituation an den Häfen entspannt. Kein Gerangel um den besten Stellplatz, keine weiten Wege zum Boot.

7. Preise beim Hausboot mieten

Zum Herbst purzeln die Preise für den Hausboot-Urlaub. Teilweise ist es mehr als 30 Prozent günstiger ein ein Hausboot zu mieten als in der Hauptsaison. Im Gegensatz zum Spätsommer sind seltener Gewitter über den Seen und damit ist das Ankern eine Option. In Berlin sind die kostenlosen 24h Liegeplätze meist leer, auch so spart man Kosten.

Gründe gegen einen Boots-Urlaub im Herbst:

8. Geschlossen / stark verkürzte Öffnungszeiten

Es ist keine Hauptsaison mehr – für manch einen Kiosk und Restaurantbetreiber ist die Saison durch und der Laden geschlossen oder wird mit stark verkürzten Zeiten betrieben. Auch das Angebot kann eingeschränkt sein.

Leider haben auch die Schleusen die Betriebszeiten auf den geringen Andrang eingeschränkt.

9. Kälte

Ein Boot ist naturgemäß umgeben von Wasser. Schon im Herbst sind die Wassertemperaturen frisch und lassen so auch das Boot schnell auskühlen, gerade wenn der Metallrumpf tief im Wasser liegt. Boote sind meist nur schlecht isoliert. Abhilfe schaffen Standheizungen wie aus dem Auto bekannt. diese müssen aber Tag und Nacht laufen, damit sich das Boot nicht über Nacht auskühlt. Mit der Kälte kommt man gut klar, wenn auf dem Boot eine Wasserheizung installiert ist, die Strahlungswärme ist angenehm und wesentlich effektiver als mit einem Heizungsgebläse.

10. Baden

Die Tage werden kürzer, die Sonne scheint nicht mehr so stark. So sinkt auch die Wassertemperatur. Nur die ganz abgehärteten Schwimmer trauen sich jetzt noch ins Wasser. Die gute Nachricht ist aber, das es etliche Schwimmbäder und Wellnessoasen entlang der Gewässer gibt. Badespass wird also ins Innere verlegt. Viele Boot haben jedoch eine zusätzliche Duschbrause mit warmen Wasser an der Badeplattform montiert: Wer möchte kann also auf der Badeplattform mit Aussicht auf den See duschen.

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