Revier-Überblick: Hausboot mieten und das Dahme-Seenland entdecken

Von |5,1 Minuten Lesezeit|1007 Wörter|Veröffentlicht am: 4. Juli 2022|
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Hausboot mieten und raus auf die Dahme! So lautet das Motto südöstlich von Berlin. Denn hier liegt das Dahme-Seengebiet, ein bei Urlaubern wie einheimischen Großstädtern gleichermaßen beliebtes, traditionelles Erholungsgebiet. Der namensgebende Fluss, die Dahme, entspringt im Süden Brandenburgs, durchfließt in nördlicher Richtung die kleinen Städte Golßen, Märkisch-Buchholz, Königs Wusterhausen, Wildau und Zeuthen und mündet nach 95 Kilometern in Berlin-Köpenick kurz hinter der Schlossinsel in die Spree. Obwohl nur einen Katzensprung von Berlin entfernt, erinnert hier kaum etwas an den Trubel der Millionenstadt. Vielmehr schlängelt sich die Dahme durch eine ebene bis hüglige Landschaft, touchiert idyllische Dörfer und passiert mehr als 70 Seen. Am Wasserkreuz Prieros verzweigt sich der Fluss vierfach und bietet damit gleich mehrere Möglichkeiten zur abwechslungsreichen Tourgestaltung.

Dahme-Seenland auf einen Blick

Von Berlin-Köpenick bis Märkisch Buchholz
Länge: 48,3 Kilometer
Brücken: 4 (niedrigste: Prieros 4,10 Meter)
Schleusen: 3 (Neue Mühle, Prieros, Hermsdorfer Mühle)

Dahme-Seengebiet mit Teupitzer Gewässern
Länge: 58 Kilometer
Brücken: 5 (niedrigste: Groß Köris 3,83 Meter)
Schleusen: 1 (Neue Mühle)

Storkower Gewässer (von Berlin-Köpenick bis Bad Saarow)
Länge: 66 Kilometer
Brücken: 11 (niedrigste: Philadelphia 3,65 Meter)
Schleusen: 4 (Neue Mühle, Kummersdorf, Storkow, Wendisch Rietz)

Von Berlin-Köpenick zum Wasserkreuz Prieros

Ab Berlin-Köpenick fließt die Dahme zunächst in südlicher Richtung bis in die Nähe der Schmöckwitzer Brücke (Unser Tipp: Hausboot mieten bei Yachtcharter Löber). Von hier aus bis unweit Prieros verläuft die Dahme-Wasserstraße. Mit den sogenannten Kaffenkähnen wurden hier in früheren Zeiten Baustoffe wie Holz und Steine, Brennmaterialien wie Torf, Braun- und Holzkohle, aber auch Getreide, Rüben und Futtermittel kostengünstig nach Berlin transportieren. Und auch heute noch müssen sich Freizeitskipper vor allem den Weg zwischen Berlin und Königs Wusterhausen (größter Binnenhafen des Landes Brandenburg) mit der Frachtschifffahrt teilen.

Die Dahme-Wasserstraße durchquert auf ihren 29 Kilometern eine Vielzahl von Seen, darunter den langgezogenen Zeuthener See. An seinen Ufern befinden sich eine ganze Reihe von Anlegemöglichkeiten, kleinen Sportboothäfen und Badestellen. Wer einen Abstecher in den Krössinsee machen möchte, kann am östlichen Ufer, nahe der Halbinsel Rauchfangswerder, Backbord in eine kleine Bucht ab- und später in den Großen Zug einbiegen. Den Zeuthener See passiert, wird die Wasserstraße schmaler. Ideal für einen Stopp ist der Stichkanal bei Stromkilometer 6,5. Hier gibt es drei kleine Anlegestellen des örtlichen Wassersportclubs. Interessant für all jene, die keinen Sportbootsführerschein Binnen besitzen: Ab der Schleuse Neue Mühle bei Königs Wusterhausen kann der Fluss auch mit dem Charterschein befahren werden.

Eine der vielen Anlegestellen an der Dahme: der Motorwassersportclub Grünau-Schmöckwitz

Weiter führt die Tour durch den Krimnicksee (Achtung: Wasserskistrecke auf der Steuerbordseite!) und Krüpelsee. Gleich mehrere Gelegenheiten für einen Badestopp bieten sich auch kurz vor der Einfahrt in das Bindower Fließ. Mit etwas Glück kann man ab hier Graureiher, Eisvögel und andere seltene Tiere beobachten – ein Zeichen dafür, dass man sich Naturpark Dahme-Heideseen befindet. Bei Gussow mündet der Fluss in den Dolgensee. Aufgrund seiner Untiefen auch Trüber See genannt, wird dringend empfohlen, diesen nur entlang der betonnten Fahrrinne zu passieren. Besondere Vorsicht gilt hier auch bei Sturm und starkem Wind, da hohe Wellen entstehen können. Mitten im See liegt eine unter Naturschutz gestellte Insel, auf der eine Vogelkolonie lebt. Die Umfahrung ist gesondert geregelt.

Nach der Ausfahrt aus dem See (Achtung: Das Fahrwasser verengt sich hier sehr stark!) ist es nicht mehr weit bis Prieros. Der Ort bietet zahlreiche Rast- und Anlegemöglichkeiten und ist beliebter Startpunkt für Wander- und Fahrradtouren durch den Naturpark Dahme-Heideseen. Von hier aus kann die Tour weiter nach Märkisch Buchholz führen, entlang des verträumten Oberlaufs der Dahme mit seinen Uferwäldern. Oder man nutzt einen der anderen Abzweige und begibt sich in Richtung der Teupitzer und Storkower Gewässer.

Die Teupitzer Gewässer

Wer ruhige Ankerplätze und Natur sucht, dessen Ziel lautet  Teupitz. Auf rund 18 Kilometern reihen sich hier zehn, durch Kanäle miteinander verbundene Seen aneinander. An den Ufern erheben sich wildreiche Wälder und kleine Ortschaften. Auf der Halbinsel im Teupitzer See befinden sich Reste einer alten Wasserburg; hier finden alljährlich in den Sommermonaten Konzerte statt. Für ein sicheres Durchkommen ist jedoch auf der gesamten Strecke ein genaues Loten angesagt. Denn Gewässernamen wie Großer Moddersee oder Moddergraben kommen nicht von ungefähr.

Die Storkower Gewässer

Natürliche Stille und reger Bootsbetrieb gehen auf den Storkower Gewässern eine abwechslungsreiche Symbiose ein. Umgegeben von Kiefern- und Mischwäldern liegt das Seengebiet inmitten einer unter Schutz gestellten Landschaft. Zwischen den Seen befinden sich nicht selten Feuchtwiesen, die langsam in den Schilfgürtel der Gewässer übergehen. Seltene Wasservögel und Insektenarten sind hier heimisch, die Verbindungskanäle werden oft von Seerosen gesäumt. Im Norden des wildromantischen Storkower Sees liegt mit der größten Binnendüne Norddeutschlands auch ein Trockengebiet, in dem Steppenpflanzen und Orchideen gedeihen.

Der Yachtclub Diensdorf ist ideal für einen Zwischenstopp am Scharmützelsee.

Neben dem Wolziger und Großen Storkower See ist jedoch der Scharmützelsee ohne Frage das Highlight dieses Reviers. Schmal, langgezogen und von dichten Wäldern umgeben liegt er in der Landschaft und ist mit seinen 1.203 Hektar nach dem Schwielowsee das größte Gewässer Brandenburgs. An den Ufern des „Märkischen Meers“ – Fontane prägte diese Bezeichnung – liegen der wohl der schönste Golfplatz Deutschlands, der traditionsreiche Kurort Bad Saarow und ein Radweg, der bei einem Zwischenstopp unbedingt befahren werden sollte. Daneben ist der Scharmützelsee vor allem ein wahres Paradies für Segler und Surfer, das aufgrund seiner eiszeitlich geprägten Rinnenform nahezu immer gute Windverhältnisse bietet.

Du willst an der Dahme ein Hausboot mieten? 

Dann schau doch einmal bei unserer Online-Suche vorbei. Ob Floß, Hausboot oder Motoryacht: Hier findest du garantiert das ideale schwimmende Gefährt für deinen nächsten Urlaub auf dem Wasser. Vielfach auch ohne Führerschein.

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Hausboot mieten und raus auf die Dahme! So lautet das Motto südöstlich von Berlin. Denn hier liegt das Dahme-Seengebiet, ein bei Urlaubern wie einheimischen Großstädtern gleichermaßen beliebtes, traditionelles Erholungsgebiet. Der namensgebende Fluss, die Dahme, entspringt im Süden Brandenburgs, durchfließt in nördlicher Richtung die kleinen Städte Golßen, Märkisch-Buchholz, Königs Wusterhausen, Wildau und Zeuthen und mündet nach 95 Kilometern in Berlin-Köpenick kurz hinter der Schlossinsel in die Spree. Obwohl nur einen Katzensprung von Berlin entfernt, erinnert hier kaum etwas an den Trubel der Millionenstadt. Vielmehr schlängelt sich die Dahme durch eine ebene bis hüglige Landschaft, touchiert idyllische Dörfer und passiert mehr als 70 Seen. Am Wasserkreuz Prieros verzweigt sich der Fluss vierfach und bietet damit gleich mehrere Möglichkeiten zur abwechslungsreichen Tourgestaltung.

Dahme-Seenland auf einen Blick

Von Berlin-Köpenick bis Märkisch Buchholz
Länge: 48,3 Kilometer
Brücken: 4 (niedrigste: Prieros 4,10 Meter)
Schleusen: 3 (Neue Mühle, Prieros, Hermsdorfer Mühle)

Dahme-Seengebiet mit Teupitzer Gewässern
Länge: 58 Kilometer
Brücken: 5 (niedrigste: Groß Köris 3,83 Meter)
Schleusen: 1 (Neue Mühle)

Storkower Gewässer (von Berlin-Köpenick bis Bad Saarow)
Länge: 66 Kilometer
Brücken: 11 (niedrigste: Philadelphia 3,65 Meter)
Schleusen: 4 (Neue Mühle, Kummersdorf, Storkow, Wendisch Rietz)

Von Berlin-Köpenick zum Wasserkreuz Prieros

Ab Berlin-Köpenick fließt die Dahme zunächst in südlicher Richtung bis in die Nähe der Schmöckwitzer Brücke (Unser Tipp: Hausboot mieten bei Yachtcharter Löber). Von hier aus bis unweit Prieros verläuft die Dahme-Wasserstraße. Mit den sogenannten Kaffenkähnen wurden hier in früheren Zeiten Baustoffe wie Holz und Steine, Brennmaterialien wie Torf, Braun- und Holzkohle, aber auch Getreide, Rüben und Futtermittel kostengünstig nach Berlin transportieren. Und auch heute noch müssen sich Freizeitskipper vor allem den Weg zwischen Berlin und Königs Wusterhausen (größter Binnenhafen des Landes Brandenburg) mit der Frachtschifffahrt teilen.

Die Dahme-Wasserstraße durchquert auf ihren 29 Kilometern eine Vielzahl von Seen, darunter den langgezogenen Zeuthener See. An seinen Ufern befinden sich eine ganze Reihe von Anlegemöglichkeiten, kleinen Sportboothäfen und Badestellen. Wer einen Abstecher in den Krössinsee machen möchte, kann am östlichen Ufer, nahe der Halbinsel Rauchfangswerder, Backbord in eine kleine Bucht ab- und später in den Großen Zug einbiegen. Den Zeuthener See passiert, wird die Wasserstraße schmaler. Ideal für einen Stopp ist der Stichkanal bei Stromkilometer 6,5. Hier gibt es drei kleine Anlegestellen des örtlichen Wassersportclubs. Interessant für all jene, die keinen Sportbootsführerschein Binnen besitzen: Ab der Schleuse Neue Mühle bei Königs Wusterhausen kann der Fluss auch mit dem Charterschein befahren werden.

Eine der vielen Anlegestellen an der Dahme: der Motorwassersportclub Grünau-Schmöckwitz

Weiter führt die Tour durch den Krimnicksee (Achtung: Wasserskistrecke auf der Steuerbordseite!) und Krüpelsee. Gleich mehrere Gelegenheiten für einen Badestopp bieten sich auch kurz vor der Einfahrt in das Bindower Fließ. Mit etwas Glück kann man ab hier Graureiher, Eisvögel und andere seltene Tiere beobachten – ein Zeichen dafür, dass man sich Naturpark Dahme-Heideseen befindet. Bei Gussow mündet der Fluss in den Dolgensee. Aufgrund seiner Untiefen auch Trüber See genannt, wird dringend empfohlen, diesen nur entlang der betonnten Fahrrinne zu passieren. Besondere Vorsicht gilt hier auch bei Sturm und starkem Wind, da hohe Wellen entstehen können. Mitten im See liegt eine unter Naturschutz gestellte Insel, auf der eine Vogelkolonie lebt. Die Umfahrung ist gesondert geregelt.

Nach der Ausfahrt aus dem See (Achtung: Das Fahrwasser verengt sich hier sehr stark!) ist es nicht mehr weit bis Prieros. Der Ort bietet zahlreiche Rast- und Anlegemöglichkeiten und ist beliebter Startpunkt für Wander- und Fahrradtouren durch den Naturpark Dahme-Heideseen. Von hier aus kann die Tour weiter nach Märkisch Buchholz führen, entlang des verträumten Oberlaufs der Dahme mit seinen Uferwäldern. Oder man nutzt einen der anderen Abzweige und begibt sich in Richtung der Teupitzer und Storkower Gewässer.

Die Teupitzer Gewässer

Wer ruhige Ankerplätze und Natur sucht, dessen Ziel lautet  Teupitz. Auf rund 18 Kilometern reihen sich hier zehn, durch Kanäle miteinander verbundene Seen aneinander. An den Ufern erheben sich wildreiche Wälder und kleine Ortschaften. Auf der Halbinsel im Teupitzer See befinden sich Reste einer alten Wasserburg; hier finden alljährlich in den Sommermonaten Konzerte statt. Für ein sicheres Durchkommen ist jedoch auf der gesamten Strecke ein genaues Loten angesagt. Denn Gewässernamen wie Großer Moddersee oder Moddergraben kommen nicht von ungefähr.

Die Storkower Gewässer

Natürliche Stille und reger Bootsbetrieb gehen auf den Storkower Gewässern eine abwechslungsreiche Symbiose ein. Umgegeben von Kiefern- und Mischwäldern liegt das Seengebiet inmitten einer unter Schutz gestellten Landschaft. Zwischen den Seen befinden sich nicht selten Feuchtwiesen, die langsam in den Schilfgürtel der Gewässer übergehen. Seltene Wasservögel und Insektenarten sind hier heimisch, die Verbindungskanäle werden oft von Seerosen gesäumt. Im Norden des wildromantischen Storkower Sees liegt mit der größten Binnendüne Norddeutschlands auch ein Trockengebiet, in dem Steppenpflanzen und Orchideen gedeihen.

Der Yachtclub Diensdorf ist ideal für einen Zwischenstopp am Scharmützelsee.

Neben dem Wolziger und Großen Storkower See ist jedoch der Scharmützelsee ohne Frage das Highlight dieses Reviers. Schmal, langgezogen und von dichten Wäldern umgeben liegt er in der Landschaft und ist mit seinen 1.203 Hektar nach dem Schwielowsee das größte Gewässer Brandenburgs. An den Ufern des „Märkischen Meers“ – Fontane prägte diese Bezeichnung – liegen der wohl der schönste Golfplatz Deutschlands, der traditionsreiche Kurort Bad Saarow und ein Radweg, der bei einem Zwischenstopp unbedingt befahren werden sollte. Daneben ist der Scharmützelsee vor allem ein wahres Paradies für Segler und Surfer, das aufgrund seiner eiszeitlich geprägten Rinnenform nahezu immer gute Windverhältnisse bietet.

Du willst an der Dahme ein Hausboot mieten? 

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